American Beauty | Kritik | WEEKEND-TIPP

AMERICAN BEAUTY / Gesellschaftssatire / RTLzwei / 25.04. / 22:40 – 01:00

Sam Mendes’ (1917) Regiedebüt. Oder … stopp … falsch: sein Filmregiedebüt. Dessen ungewöhnlicher Einstieg: Gleich zu Beginn erfahren wir von der Hauptfigur, dass diese in weniger als einem Jahr tot sein wird. Sagt’s – post mortem – und lässt uns gleich darauf am Rest seines Lebens teilhaben. Lester Burnham (Kevin Spacey) ist ein Spießer, der von einem Moment zum anderen kein Spießer mehr sein möchte. Sein „American Dream“ hat sich seiner Meinung nach für ihn nicht erfüllt. Also gibt er den trotzigen Teenager: Schmeißt den Job hin und dafür der Freundin (Mena Suvari) der eigenen Tochter (Thora Birch) an den Hals, führt mit der Gattin (Annette Bening) Szenen einer Ehe auf, kauft sich sein ewiges Traumauto und macht den dealenden Nachbarsjungen (Wes Bentley) zum besten Freund. Okay, man hätte den Film auch einfach „Midlife Crisis“ nennen können, aber AMERICAN BEAUTY klingt einfach schöner.

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Eigentlich ist AMERICAN BEAUTY Theater. Und da kam Sam Mendes auch gerade erst her, als er von Produzent Steven Spielberg überredet wurde, diesen Film, seinen ersten, zu drehen – für den es prompt fünf Oscars gab, auch den für die beste Regie. Ein toller Film für die, die eigentlich keinen Mainstream mögen, um dann doch immer wieder beim Mainstream zu landen. Dieser Film ist ehrlich, sexy, witzig und traurig zugleich. Wie Mendes uns tief in die Seelen seiner Figuren blicken lässt, ist einfach zeitlos großartig. Und Kevin Spaceys Spiel sowieso – wenn es nicht sogar sein bestes ist. Kann man immer wieder und wieder gucken. Antje Wessels zählt AMERICAN BEAUTY nicht ohne Grund zu ihren „zehn Filmen, die mir die Welt bedeuten“.

Fun Fact zu AMERICAN BEAUTY

Die Hand und der Bauch auf dem Filmposter gehören nicht Mea Suvari (AMERICAN HORROR STORY), sondern den Darstellerinnen beziehungsweise Bodydoubles Christina Hendricks (THE NEON DEMON, MAD MEN, DRIVE) und Chloe Hunter.

Steven Spielberg las das Drehbuch an einem Samstagabend. Als er am Montagmorgen sein Büro bei DreamWorks SKG (für Spielberg, Katzenberg, Geffen) betrat, war sein erster Satz: „Lasst uns diesen Film drehen … und bitte kein einziges Wort ändern.“

AMERICAN BEAUTY ist der einzige Film, in dem Kevin Spacey einen Oscar für seine Darstellung gewann, der dann gleichzeitig auch als bester Film ausgezeichnet wurde. Seinen anderen, ersten Oscar hatte er bereits 1996 als Best Actor in a Supporting Role für DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN gewonnen.

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Filminfos:

AMERICAN BEAUTY
Originaltitel: American Beauty
Genre: Drama
Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening, Thora Birch, Wes Bentley, Mena Suvari, Chris Cooper
Regie: Sam Mendes
Kinostart: 20.1.2000
DVD-/Blu-ray-Release: 19.4.2012
Streambar: Netflix

 

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