Batman ist 80! | ELMARS HOLLYWOOD

Happy Birthday, Batman! Happy Birthday, Bruce Wayne! Und: Herzlichen Glückwunsch, Bob Kane und Bill Finger – auf welcher Comedy-Wolke ihr auch immer gerade schwebt. Der Held eurer Träume, die Figur eurer Vorstellungskraft, hat euch im wahrsten Sinnes des Wortes überlebt. Batman ist 80! Mit ihm habt ihr der Welt, vor allem der Welt der Comic-Fans, einen Helden gegeben, der neben spitzen Ohren und einem vorgereckten Kinn auch sonst einiges Eckiges und Kantiges besitzt. Der auch Schwächen kennt. Mit Batman, dem Fledermaus-Mann, habt ihr Leonardo da Vincis Erfindungsreichtum späte Genugtuung verschafft. Euer Held kann fliegen. Und das tut er auch mit 80 Jahren. Zu immer neuen Abenteuern. Zu immer neuen Heldentaten. Im Herbst 2019 werden wir ihm im Kino als kleinem Jungen begegnen. Als junger Bruce Wayne in Todd Phillips‘ JOKER.

Bis dahin ist aber noch genug Zeit für Elmar Biebls ausgiebige Würdigung des nun 80-jährigen und gleichzeitig kein Stück gealterten Streiters für das Gute aus Gotham City.

My first Batman

Meine erste Begegnung mit Batman war ein Spielzeugauto. Das Batmobil. Von Corgi Toys. Sogar mit einem Bootsanhänger und dem dazugehörigen Batboot. Oder „Boat“. Weiß ich nicht mehr ganz genau. Was ich noch weiß: Vorne hatte das Auto so eine Art Kettenschneider, den man rausschnappen lassen konnte. Und hinter den Sitzen befand sich so etwas wie ein Raketenwerfer. Die klitzekleinen, roten Plastik-„Raketen“ eigneten sich prima zum Verbummeln. Irgendwann waren sie alle weg. Im Auto saßen die Figuren von Batman und Robin … in, na ja, klar, sitzender Haltung. Als aufrechte Männer sind mir die beiden also erst sehr viel später begegnet.

Eigentlich war dieses Batmobil mitsamt dem Bootsanhänger, dem Batboot, dem Ketten-Dingsda, den Raketen und den beiden Helden-Figuren echt toll. Das weiß ich heute. Das wusste ich aber damals nicht. Denn: Ich war ein glühender Verfechter des Maßstabs 1:87. Alles, was nicht im Maßstab 1:87 war, war nix. Das Batmobil mitsamt dem Bootsanhänger, dem Batboot, dem Ketten-Dingsda, den Raketen und den beiden Helden-Figuren war nicht 1:87. Ein liebevolles Geschenk aus der Verwandtschaft oder von einer Patentante. Aber leider ohne jede Chance auf Gegenliebe. Ein Schicksal, das es übrigens mit einem Schuco-Blechflugzeug vom Typ Radiant 5600 in der Lackierung „Sabena“ teilte. Die Dinger bescherten Sammlern dann irgendwann mal feuchte Augen. Mir auch. Aber aus anderen Gründen.

Manchmal kann man sich im Leben Jahre später … irgendwo hin beißen.

Der späteren Beziehung, dem Verhältnis zu Batman, hat es auf jeden Fall nicht geschadet. Das steht. Das ist intakt. Ich bin vielleicht kein Vollblut-Fanatiker. Kein blinder Verehrer. Und finde auch nicht jeden Film und jede Besetzung gut. Aber ich wünsche ihm auf jeden Fall noch einmal so tolle, so abwechslungsreiche 80 Jahre. Oder, Quatsch: Am besten gleich noch 160 davon. Es gibt so viel zu tun auf dieser Erdkugel. Da können wir einen wie Batman wirklich gut gebrauchen. Einen, der nie aufgibt – auch wenn er mal mit sich selbst hadert. Einen, der uns zeigt, dass man einiges schaffen kann, wenn man nur wirklich will.

Denn ein richtiger Superheld – also im Sinne von Spider-Man, Superman, den Avengers und so – ist er ja eigentlich gar nicht. Er hat keine „naturgegebenen“ oder „außerirdischen“ oder „übermenschlichen“ Fähigkeiten. Er versucht einfach nur, immer Gutes zu tun. Mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Vielleicht ist es ja gerade das, was ihn so … alterslos, so ewig jung, macht.

Ob Bruce Wayne als kleiner Junge mit Spielzeugautos gespielt hat? Keine Ahnung. Das werden wir ja vielleicht in JOKER zu sehen bekommen. Ab dem 17.10.2019 im Kino.

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