Hail, Caesar! Review: Viel Lärm um wenig? | WEEKEND-TIPP

HAIL, CAESAR! / Komödie / 3sat / 20.02. / 20:15 – 21:50

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HAIL, CAESAR! Plot

Anfang der 1950er Jahre ist Capitol Pictures the place to be in Hollywood. Die Koryphäen der Branche gehen hier ein uns aus: etwa der Ich-bin-der-Größte-Regisseur Laurence Laurentz (Ralph Fiennes), der Westernfilm-Star Hobie Doyle (Alden Ehrenreich) und der im Moment angesagteste Monumentalfilm-Held Baird Whitlock (George Clooney). Doch der ist auf einmal spurlos und mitten in einer sündteuen Produktion – eben HAIL, CAESAR – verschwunden. Entführt. Das bedeutet: Studiomanager Eddie Mannix (Josh Brolin), genannt „Der Fixer“, hat neben abtrünnigen Stars, unfähigen Darstellern, vom strömenden Regen bedrohten Außendrehs und lästigen Klatschreporterinnen urplötzlich noch ein weiteres dickes Problem am Hals. The show must go on – aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Dazu kommt: Ein Luftfahrtunternehmen versucht, Mannix dazu zu überreden, „diesem Zirkus“ endlich den Rücken zu kehren …

HAIL, CAESAR! Review

HAIL, CAESAR! beginnt wie ein Sandalen-Epos à la BEN HUR und ist bestimmt der leichteste Coen-Film seit LADYKILLERS. Und wenn wir schon beim Aufzählen sind: Die Entführungsgeschichte erinnert an THE BIG LEBOWSKI, der Look an HUDSUCKER und das Filmstudio Capitol Pictures ist exakt dasselbe, für das auch BARTON FINK schreibt. Steven Gätjen: „Dazu kann ich nur sagen: Auch, wenn die Coens sich selbst bestehlen, dann klauen sie wenigstens bei zwei der Besten. Ja, viele Szenen sind nur Schmuckwerk, aber eben verdammt großartiges Schmuckwerk. Wenn sie schon eine Hommage-Satire auf das alte Hollywood drehen, dann mit Stil.“ Und mit allerhand Stars: Josh Brolin, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Joel-Gattin Frances McDormand, Jonah Hill, Christopher Lambert. Scarlett Johansson wird beim Wasserballett von einem künstlichen Wal ins Bild geblasen, Channing Tatum darf minutenlang im Gene-Kelly-Modus tanzen. Spielen tun sie alle großartig! Und machen HAIL, CAESAR! zu einem herrlich sympathischen Seitenhieb auf das System Hollywood.

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HAIL, CAESAR! Trivia

Mannix gab es wirklich. E. J. Mannix war Studiomanager und legendärer „Fixer“ bei MGM. Eine seiner Hinterlassenschaften befindet sich in der Margaret-Herrick-Bibliothek des Fairbanks Center for Motion Picture Study in Beverly Hills: das Buch, das er während seiner Jahre bei MGM geführt hat und in dem das Budget und die Einnahmen aller bei MGM gedrehten Filme zwischen 1924 und 1962 penibel verzeichnet sind. Als Mannix 1963 starb, gehörten Robert Taylor und James Stewart zu seinen Sargträgern.

Capitol Pictures gab es übrigens auch. Allerdings nicht in den 1950er-Jahren, sondern von Mitte der 20er bis Anfang der 30er-Jahre. Capitol Pictures war allerdings kein großes, etwa mit MGM vergleichbares Studio, sondern eines der sogenannten „Poverty Row“-Studios, die abseits vom Sunset Boulevard in der billigeren Gegend Hollywoods rund um die heutige Gower Street beheimatet waren und in der Regel Low Budget-, also B-Movies, produzierten.

Und HAIL CAESAR gibt es sogar zweimal. Also fast. Nämlich noch einen gleichnamigen Film aus dem Jahr 1994 – aber ohne Komma und Ausrufezeichen und mit einer komplett anderen Handlung, dafür aber mit dem deutschen Titel JULIUS CAESAR SUPERSTAR und immerhin mit Samuel L. Jackson und Robert Downey Jr. in Nebenrollen.

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HAIL, CAESAR! Filminfo

HAIL, CAESAR!
Originaltitel: Hail, Caesar!
Genre: Komödie, Drama, Musik
Darsteller: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Scarlett Johansson
Regie: Ethan und Joel Coen
Kinostart: 18.2.2016
DVD-/Blu-ray-Release: 30.6.2016
Streambar: kein Flatrate-Anbieter; diverse VoD-Anbieter

 

 

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