KINO TO GO | BONE TOMAHAWK

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Mein nächster Film-Tipp richtet sich an aufgeschlossenere Couchkino-Liebhaber: „Bone Tomahawk“ ist das Regiedebüt eines Mannes namens S. Craig Zahler. Jenes beginnt mit zwei Strauchdieben, die einen Indianerfriedhof entweihen und so den Zorn seiner Besitzer entfachen: ein Stamm von mysteriösen Kannibalen. Einer der Gauner kann sich in ein Dorf retten, wird von den Indianern aber gefunden und mitsamt der örtlichen Ärztin verschleppt. Also stellt der Sheriff einen Suchtrupp zusammen und nimmt die Verfolgung auf…

Zugegeben, das alles dauert seine Zeit, die vor allem mit bodenständig, analytischen Dialogen gefüllt wird. Und bis der Film endlich mal so richtig an die Eingeweide geht und Kannibalen-Reboots wie Eli Roths unsägliches „Green Inferno“ zum Veganer-Treffen degradiert, vergeht noch etwas mehr Zeit. Doch zum einen hat die prominente Besetzungsliste echt Spaß an ihren Zeilen. Zum anderen zeigt Zahler hier schon ein paar echte Eier, indem er einen klassischen „Men on a mission“-Western in einen echt blutigen Genrebastard verwandelt.

Auf technischer Seite gibt es leider auch ein dickes Manko. Außer ein paar Trailern enthält die Blu-ray absolut kein Bonusmaterial. Sehr schade, denn gerade über die grandiosen Gore-Effekte hätte ich gern mal etwas mehr erfahren. Dafür punktet die Disc mit warmen Farben, guter Schärfe und einem knackigen Ton. Daher spreche ich hier mal eine Empfehlung aus. Mit Kurt Russell als Hauptfigur gibt es gerade kaum eine bessere Einstimmung auf „The Hateful Eight“. Und auch in Sachen frischer B-Film-Freude kann „Bone Tomahawk“ nur wenig den Magen umgraben.

1 Kommentar
  1. LukasG Kommentar

    Fand den Film für ein Regiedebut ganz gut, muss aber sagen, dass der Film zwei große Probleme für mich hat: Das Pacing. Das stimmt vorne und hinten nicht, fängt sehr langsam an, nimmt Fahrt auf, wird dann aber wieder sehr schleppend. Das hätte man anders machen können und vieleicht auch sollen.

    Das zweite noch gößere ist das nicht vorhanden sein der eigenen Welt. Man bekommt leider kein Gefühl für die kleine Stadt, die Umgebung oder die Atmosphäre an sich. Was halt auch daran liegt, dass mit sehr geringem Budget gefilmt wurde und wahrscheinlich einfach kein Geld für andere Schauplätze bzw. Wide-Shots da war, wo man auch mal das Gebiet im Kontext sieht. Die einzelnen Orte fühlen sich nicht verbunden an, wobei sie das eigentlich sind.

    Insgesamt aber absolut anschaubar. Aber nicht so gut, wie einige andere ihn anpreisen.

 

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