OSCARS 2019 | Rami Malek, The Favourite | Gewinner und Verlierer

Queen eröffnet die 91. Academy Awards mit neuem Sänger Adam Lambert. Stimmung: Mega. Aber irgendwie passt der neue Sänger optisch irgendwie so gar nicht zu dieser legendären Rockband. Man denkt unweigerlich an Ikone Freddie Mercury, in dessen riesige Fußstapfen – da sind wir uns einig – niemand jemals und auf alle Ewigkeit treten könnte. Und das denkt auch niemand. Eine solide Performance, während derer ständig Freddie Mercury auf der Leinwand im Hintergrund der Bühne Tribut gezollt wird.

Ein schöner Auftakt.

Die erste Gewinnerin des Abends ist Regina King für ihre Nebenrolle in IF BEALE STREET COULD TALK. Und gleich kullern schondie ersten Freudentränen während ihrer Dankesrede an alle Beteiligten. Gott ist ein Guter. Und Mama ist die Beste.

Jason Momoa betritt die Bühne und jede Frauenstimme klingt gleich einige Oktaven höher. Meine auch. Ich kann einfach nichts dafür. Ich glaube, aus meinem Mund trat sein Name noch nie in normaler Stimmlage. In seinem samtig rosa Anzug sieht er ziemlich … hach ja. Neben ihm ist diese wunderschöne Lady in Rot. Und ich komme gerade nicht auf ihren Namen. Das Hirn hat ausgesetzt. Kommt gleich wieder. Sorry.

Übrigens: FREE SOLO geht in der Kategorie „Documentary Feature“ mit einem Oscar nach Hause.

Kurzer Prozess wird bei der nächsten Oscar-Vergabe gemacht. VICE erhält einen Award in der Kategorie Make Up & Hair Styling. Great Job! Die Liste der mit Dank bedachten Menschen ist lang. Aber die Musik treibt unsere Gewinner von der Bühne.

Großer Auftritt für Melissa McCarthy und Brian Tyree Henry in ihren…äh…barocken Kuschelplüschtierkleidern. Der Oscar in der Kategorie „Best Costume Design“ geht an BLACK PANTHER. Was sollen wir sagen: WAKANDA FOREVER!

J.Lo betritt die Bühne und alles erstrahlt in Anbetracht ihres Glitzerkleids.
Sie verkündet, dass der Oscar in der Kategorie „Production Design“ an BLACK PANTHER geht. Der zweite Award für die Comic-Verfilmung an diesem noch jungen Abend. Räumt der schwarze Panther heute ab? Geil – die Dankesrede wird mit zittriger Hand vom Handy abgelesen <3

„Cinematography“ sollte eine der Kategorien sein, die in einer der Werbepausen vergeben werden sollten. Zack, wurde protestiert und siehe da: wir dürfen alle zuschauen, wie Alfonso Cuarón für seinen Film ROMA ausgezeichnet wird.

Es folgt das zweite musikalische Schmankerl an diesem Abend: Jennifer Hudson.

Tennis-Queen Serena Williams als Presenterin spricht über Träume, die wahr werden. Über Highs und Lows. Und zeigt uns noch einmal, wie schön A STAR IS BORN ist.

Der Oscar für’s „Sound Editing“ geht an BOHEMIAN RHAPSODY. Erster Oscar bei insgesamt fünf Nominierungen an diesem Abend.

Wir bleiben beim Sound – und zwar beim „Sound Mixing“. Und wieder geht der Oscar an BOHEMIAN RHAPSODY.

Angela Bassett und Javier-was-ist-bloss-mit-seinem-Gesicht-geschehen-Bardem verleiht den Oscar für den „Best Foreign Laguage Film“ an – natürlich! – ROMA.

Keegan-Michael Key schwebt Mary-Poppins-mäßig von der Decke und kündigt dann den nächsten Musicact an.

Mit der Kategorie „Film Editing“ geht bereits der dritte Oscar des Abends an BOHEMIAN RHAPSODY.

Ein sichtlich gealterter Daniel Craig und eine dunkler gewordene Charlize Theron betreten die Bühne und verleihen den Oscar für den „Best Male Actor in an Supporting Role“ an Mahershala Ali in GREEN BOOK.

Als „Best Animated Feature Film“ geht SPIDER MAN: INTO THE SPIDER VERSE mit einem Oscar nach Hause. Redakteur Felix schreit laut „Verdient!“. Nun ja. Schade um ISLE OF DOGS. Das ist nämlich Kunst.

BAO! Best! Animated! Short! Film! Mein Herzchen geht auf. Was für ein süßer Film.

Der Oscar für „Best Documentary Short“ geht an PERIOD. END OF SENTENCE. Wichtig. Soooo froh darüber.

FIRST MAN kassiert den Oscar in der Kategorie „Visual Effects“. Dankesgebrüll.

Und dann wird dieser Teil des Abends von einer herzerwärmen Darbietung von Bradley Cooper und Lady Gaga mit ihrem Schmachtsong „Shallow“ verzückt.

In the shalloooow sha-a-a-allow, shahaaalow..ohh…

Und schon werden wir aus dieser Traumblase herausgerissen, denn die nächste Auszeichnung in der Kategorie „Live Action Short Film“ wird verliehen. This Oscar goes to SKIN. Jubel und Gekreische.

GREEN BOOK erhält seinen zweiten Oscar des Abends für das „Original Screenplay“.

„Best Adapted Screenplay“ bekommt BLACKkKLANSMAN. Und Samuel L. Jackson rastet bei der Verkündung des Siegers völlig aus. Spike Lee bedankt sich. Standing Ovations.

Und wieder räumt BLACK PANTHER ab. Und zwar in der Kategorie „Best Original Score“.

Zum „Best Original Song“ wird „Shallow“ aus A STAR IS BORN gekürt. Der erste Oscar für Lady Gaga. Oh, sie weint. Süß. It’s Not About Winning. It’s about how many times you stand up and keep doing what you love. So wahr!

Emotional wird es dann, als all den im vergangenen Jahr verstorbenen Filmschaffenden gedacht wird.

Weiter geht’s mit den Lebenden. Kategorie „Best Actor in a Leading Role“. Und dieser Oscar geht an… Freddie Mercury. Nee: Rami Malek. Erste Nominierung. Erster Oscar. Seine Rede wunderschön. Wow!

„Best Actress in a Leading Role wird gleich danach Olivia Colman. Kann sich kaum halten vor Überwältigung. Ach mei, wie niedlich steht sie da und kann es noch immer nicht fassen. Eine Liebeserklärung an die mitnominierte Glenn Close. Und endlich eine ehrliche, erheiternde, humorvolle und emotionale Dankesrede. Ich höre mich heute Nacht zum ersten Mal laut und freudig lachen.

Wir sind fast durch. Alfonso Cuarón wird zum zweiten Mal in seinem Filmleben „Best Director“ (nach 2014 für GRAVITY) Damit vierter Oscar heute Nacht für ROMA. Gracias! Gracias! Gracias!

Den krönenden Abschluss, sozusagen die Königsklasse der 91. Academy Awards, bildet natürlich die Kategorie „Best Picture“ mit acht Nominierten. Titelträger wird GREEN BOOK.

Es ist 5:14 Uhr morgens. Sofern ich noch zurechnungsfähig bin, werden folgende Gedanken eventuell und hoffentlich als Fazit durchgehen:

Viel Pink. Glücklicherweise viel Schwarz. Und ein Loch, welches ein fehlender Moderator in den diesjährigen Academy Awards hinterlassen hat. Oder auch die Academy selber durch ihr missratenes Verhalten einem Mann gegenüber, der sicherlich wie jeder andere von uns, fehlbar aber menschlich ist (also: Meine Meinung). Vergesst nicht: Wer frei von Sünde ist, schreibe den ersten Tweet.

Es war eine „okaye“ Oscar Nacht. Ein absolutes Kontrastprogramm zu #OscarSoWhite. Gab viele glückliche Gesichter. Wirklich charmante Laudatoren. Aber irgendwie…ach keine Ahnung. Dieses Gefühl nehme ich jetzt nach Hause, um 3 Stunden schlafen zu können.

Guten Morgen.

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