Stay: Kritik | WEEKEND-TIPP

STAY / Mystery-Thriller / 3sat / 10.06. / 00:25 – 02:00

Um es gleich vorweg zu sagen: Irgendwie ist das alles ziemlich verrückt. STAY sieht verrückt aus. Ist verrückt erzählt. Ewan McGregor spielt einen Psychiater, der von einer erkrankten Kollegin einen Patienten übernimmt. Der Patient (Ryan Gosling) wiederum fragt sich, warum da plötzlich jemand ganz anderes sitzt, als er erwartet hat. Sein Vorhaben zieht er trotzdem durch: Der psychisch nicht ganz stabile Kunststudent Henry (Gosling) teilt seinem Arzt mit, dass er in drei Tagen Selbstmord begehen werde. Für den Arzt (McGregor) beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – in New York und somit einer Stadt, die einem ohnehin keine Atempause gönnt.

Marc Forster („Ein Quantum Trost“, „World War Z“, „Hand Of God“) hat mit STAY ein optisch mitreißendes wie die Sinne mitunter vollkommen verstörendes Psychedelic-Mystery-Werk abgeliefert. Grandios: Die Stadt. Die Stimmung. Naomi Watts als Psychiater-Freundin Lila. Ryan Gosling als Suizid-Aspirant. Kein Film zum Abschalten. Eher einer, der (angesichts der späten Sendezeit) hellwach hält … oder wieder hellwach macht.

Fun Fact zu STAY

2006 waren sie auf jeden Fall ein Hingucker, für Forster ein Stilmittel – und für manche sogar ein kleiner Aufreger: Ewan McGregors stets zu kurze Hosenbeine. Heute ganz normal, wenn nicht sogar ein MUSS. Wer also Hosen tragen will wie weiland Dr. Foster: Forsters Kostümbildner Thom Browne ist längst ein erfolgreicher Designer und betreibt sein eigenes Modelabel.

Filmdaten: STAY

STAY
Genre: Thriller, Drama
Darsteller: Ewan McGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling
Regie: Marc Forster
Kinostart: 23.02.2006

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