Pirates of the Caribbean: Salazars Rache: Kritik | WEEKEND-TIPP

 

PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE / Abenteuerkomödie / Pro Sieben / 08.09. / 20:15 – 22:50
Ein vom Pech verfolgter Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) wird einmal mehr von Geistern gejagt: Captain Salazar (Javier Bardem), den Jack einst am berüchtigten „Teufels-Dreieck“ auflaufen ließ, konnte der ewigen Verdammnis entkommen und will nun mit Jack abrechnen. Dessen einzige Überlebenschance besteht darin, den legendären „Dreizack des Poseidon“ zu finden, ein mächtiges Artefakt, das seinem Besitzer völlige Kontrolle über die Meere verleiht. Allerdings hat es genau darauf auch die so schöne wie schlaue Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) abgesehen – und ein junger Mann namens Henry Turner (Brenton Thwaites), der mit dem Dreizack seinen – Jack nur allzu gut bekannten Vater – von einem uralten Fluch und aus seiner unfreiwilligen Heuer auf dem Geisterschiff „Flying Dutchman“ befreien möchte.

Ja, klar. Natürlich bringt auch PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE nicht mehr den ursprünglichen Charme, den Spaß und die Abenteuerlust des ersten Teils zurück. Ist eben auch schon der fünfte Teil. Der auch nicht vor dem Schicksal anderer Franchises gefeit ist. Aber: Den 2003 überrumpelnden Charme wollten Joachim Rønning und Espen Sandberg (mit KON-TIKI 2013 als Bester fremdsprachiger Film sowohl für einen Golden Globe als auch für einen Oscar nominiert) uns wiederschenken. Und teilweise ist ihnen das auch gelungen. Etwa, wenn sie ein komplettes Bank-Gebäude durch die Straßen einer Hafenstadt ziehen lassen. Oder Jack Sparrow in einer Guillotinen-Szene zu alter Höchstform auflaufen darf. Oder immer wieder kleine Verweise auf die alten Filme aufblitzen. Eine Bereicherung ist auch Kaya Scodelario, die als Kira-Knightley-Ersatz viel mehr Feuer mitbringt als Vorgängerin Astrid Bergès-Frisbey aus dem vierten Teil. All das kann aber eben nicht darüber hinwegtrösten, das aus manch heulendem Sturmritt der „Black Pearl“ inzwischen ein brüllender CGI-Hurrikan geworden ist. Und Drehbuch und Regie (?) aus dem einen Trottel simulierenden Schlitzohr und einfach mal so ganz anderen Piraten Jack Sparrow zu einem von Folge zu Folge mehr und mehr Nur-noch-Trottel haben werden lassen. Warum dann trotzdem Couch- und TV-Tipp? Weil man als alter Freibeuter-Fan ganz einfach alle Jack-Sparrow-Abenteuer gesehen haben sollte. Auch wenn einem das Geld fürs Kino dafür vielleicht zu schade war. Jack hat’s immer noch verdient.

 

Fun Fact zu PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE

Natürlich gibt’s auch bei SALAZARS RACHE allerhand zu spoilern – aber soviel darf man hier vielleicht doch schon verraten: Die abgetrennten Köpfe im Korb unter der Guillotine gehören den beiden Regisseuren, Joachim Rønning und Espen Sandberg. Und: Nein – die Szene wurde nicht nach dem eigentlichen Drehschluss gedreht. Und: Nein – es soll (denken wir jedenfalls) auch kein Fingerzeig darauf sein, dass die beiden nie wieder in einem PIRATES OF THE CARIBBEAN-Franchise hinter der Kamera stehen werden. Wenn es ein solches denn überhaupt geben sollte. Noch lässt sich Disney zu seinen weiteren Plänen nämlich nicht in die Karten gucken. Die Frage ist, ob man angesichts eines Projekts wie Disney+ überhaupt auf einen weiteren Teil verzichten kann. Und ob man sich erlauben kann, in einem sechsten Teil – wie durchgesickert war – auf Johnny Depp zu verzichten. Eine Menge Fans sehen das nämlich doch ganz anders…

Filmdaten: PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE

PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE
Originaltitel: Pirates of the Caribbean: Dead Man Tell No Tales
Genre: Abenteuer, Fantasy, Action
Darsteller: Johnny Depp, Javier Bardem, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario, Orlando Bloom
Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg
Kinostart: 25.5.2017

Streamer

Netflix

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