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Berlinale

Berlinale. Eigentlich: Internationale Filmfestspiele Berlin. Sagt aber kaum einer. Steht nur überall drauf und dran. Genauso, wie überall Bären pappen. BÄRlinale? Why not? Bären sind Berlins Wappentiere. Und die Sieger kriegen ja auch welche.

Zehn Tage im Februar. Kaum Schlaf. Viel Kaffee. Überall Filme.

Berlinale – das sind tolle Filme und tolle Namen. Stars, rote Teppiche, endlose Partys, knallvolle Pressekonferenzen, nicht mögliche Tisch-Reservierungen. Limousinen-Fahrdienste, die sich Sachen rausnehmen, die nicht mal ein Taxifahrer wagen würde. Berlinale – das ist ein unerschütterlicher Mann mit Schal und Hut (Dieter Kosslick), Endlosschlangen vor den Ticketcountern, eine mehr oder weniger gelungene Berlinale-Tasche als Ausweis der Wissenden und Dazugehörenden. Eine immer tolle Anke Engelke auf der Bühne. Und natürlich noch mehr nur Englisch verstehende Bedienungen als an den anderen 355 Tagen.

2020 wird das erste Jahr ohne Dieter Kosslick. Arme Anke.

Berlinale – das ist aber auch: Ein Festivalvorplatz, auf dem der Wind meistens um die Ecken pfeift, wie die Roaring Forties um Kap Hoorn. Das ewige Raus aus der Wärme, rein in die kalte Nässe und wieder rein in die Wärme. Rein, raus, rein, raus. Auf jeden Fall ein Garant für eine Woche Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Hinterher. Aber bis zum nächsten Jahr ist ja alles wieder gut. Zuletzt war eine Menge los bei der Berlinale. Also weniger bei den Filmen und den Stars. Aber dafür bei der Berlinale selbst. Die einen Pro Kosslick. Die anderen Contra. Ein Thema, das die versammelten Filmschaffenden fast noch mehr umtrieb, als die eigenen Filme. Aber das wird schon wieder. In Berlin wird alles immer wieder. Irgendwann. Wir halten euch auf dem Laufenden. Versprochen.