American Honey | Interview mit Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Andrea Arnold

American Honey
American Honey/ Bild: Sasha Lane in der Hauptrolle

Regisseurin Andrea Arnold gilt mit ihren ganz unkonventionellen Filmen als einer der ganz großen Independent-Filmemacher. Ob FISH TANK, RED ROAD oder WUTHERING HEIGHTS – mit ihren Filmen erschuf sie bislang immer sehr atmosphärische Charakterfilme und erhielt dafür im Jahr 2005 für ihren Kurzfilm WASP zurecht eine Auszeichnung bei den OSCAR ACADEMY AWARDS. Mit AMERICAN HONEY bringt Andrea Arnold nun ein eindrucksvolles Road Movie in die Kinos, dass auch ein Bild vom heutigen Amerika zeichnet.

ANDREA ARNOLD über ihren ersten Filmdreh in Amerika

Als Kind hätte ich nie geglaubt einmal in Amerika zu sein. Das war das Aufregendste, was mir je passiert ist.  Ich habe jede Menge Roadtrips unternommen, um mehr von dem Land zu erfahren. Wenn ich einen Film mache, muss ich das emotional spüren und eine Atmosphäre aufbauen, in der ich mich wohl fühle. Bevor ich den Film machte, versuchte ich deshalb durch meine Reisen eine emotionale Verbindung mit dem Land aufzubauen. Das Ergebnis ist ein wilder, persönlicher Mix aus meinen Imaginationen und Erfahrungen über das Land. Was ich sah. Was ich lernte. Was ich erfuhr.

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ANDREA ARNOLD über ihre Magazin-Sales-Crews in der Realität

Diese Kids-Gangs, die durch Amerika ziehen und diese Magazine verkaufen, haben mich fasziniert. Diese Kids versuchen ihren amerikanischen Traum zu leben und geben dafür alles. Die Sache ist doch die:  Zeitschriften-Magazine werden heutzutage weniger verkauft weil sich die Gesellschaft verändert hat., doch diese Kids ziehen trotzdem los und versuchen diese an den Mann zu bringen.  Als ich das erste Mal entschied diesen Film zu machen, und darüber mit meinen Freunden in New York und L.A. diskutierte, erzählten sie mir, sie hätten das im Mittelwesten von Amerika schon oft erzählt bekommen.  Als wir dann nach einer Location suchten und den Mittelwesten von Amerika besuchten, erzählten uns viele, dass viele solcher Kids schon an ihren Haustüren geklingelt hätten. Was wir im Film erzählen, ist also ganz real.

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ANDREA ARNOLD über die Käufer der Magazine

Normalerweise kaufst du keiner Person irgendein Magazin auf der Strasse ab und wenn du das tust, dann geht es dir um ihr persönliches Wohlergehen. Das war auch die Message, die ich von vielen zu hören bekam, mit denen ich sprach. ,Sie wollten nicht unbedingt die neueste Ausgabe vom “National Geographic” kaufen, sondern sie wollten den Verkäufer oder die Verkäuferin finanziell  unterstützen. In dem Motel, indem wir viele Szenen des Films filmten, hatten tatsächliche solche Crews übernachtet. Das war auch der Grund, warum wir dort unbedingt drehen wollten. Um möglichst viel Realität in den Film einzubringen.

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ANDREA ARNOLD über die Dreharbeiten im Motel

Das Motel hat mich Ehrfurcht gelehrt, weil die Leute, die dort lebten, waren teilweise große Familien, die alle in einem einzigen, winzigen Raum lebten. Da gab es eine Fraum, die zwei Kinder mit spezielle Behinderungen  hatte, obwohl sie selbst erblindet war. Sie lebte dort mit ihren Kindern und musste mit diesen herumziehen, doch trotzdem war sie einer der optimistischsten und positiv denkenden Menschen, die ich jemals getroffen hatte. Sie kämpfte mit so vielen Problemen und doch war sie so zuversichtlich – das hat mich stark beeindruckt. ,Und dann tauchte auch noch eine richtige Magazin-Sales-Crew auf und die Chancen, dass wir das erlebten, war sehr gering gewesen. Da prasselten im Film also sehr viele Erfahrungen aufeinander.

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ANDREA ARNOLD über den Soundtrack

Der Soundtrack sollte wahrhaftig sein und zu den Situationen passen, die meine Figuren im Film erleben. Es gab ein tolles Team, dass sich um die Musik kümmerte und sie bestimmte unsere Drehtage. Ich schreibe meine Drehbücher immer wieder um, doch manche Songs verlassen dich einfach nicht. Das sind dann die, die auf dem Soundtrack gelandet sind. Viel Country und so ein schöner Stuff…

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ANDREA ARNOLD über die Länge des Films (160 Minuten)

Mich interessiert die Diskussion um die Länge des Films sehr stark.Es wird manche Leute geben, für die ist der Film eindeutig zu lang. Aber für dieses Leute wären auch 2 Stunden zu lang. Entweder funktioniert deshalb eine Länge oder nicht. Und ich denke, die Länge repräsentiert in diesem Fall die Reflexion der Reisenden auf dieser langen Reise. Jeder, der in diesem Film mitgewirkt hat, sollte seine Aufmerksamkeit bekommen.  Das  war und ist mir wichtiger, als darauf zu achten, dass ein 2-Stunden-Slot im Kino besser ankommt. Vielleicht bekomme ich deshalb weniger Vorstellungen im Kino zugesprochen, aber sowas kann ich einfach nicht verstehen.. Es ist doch so: wenn einem der Film zu lange ist, geht man einfach nicht ins Kino. Punkt. Und wenn du reingehen willst, dann musst du dich auch darauf  einlassen. Mehr braucht man doch nicht zu tun…

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