Der Butler | Kritik | WEEKEND-TIPP

DER BUTLER / Biografisches Drama / Sat.1 / 28.06. / 22:40 – 01:05

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

DER BUTLER Plot

In der letzten Ausgabe von Elmars Hollywood hat Elmar Biebl das Thema Black Lives Matter um die Aussage Black Films Matter erweitert. Und natürlich haben wir auch da wieder etwas gelernt: Devote Schwarze in Rollen werden – nicht gerade wertschätzend – nach Harriet Beecher Stowes Romanfigur „Onkel Toms“ genannt. Typische „Onkel Toms“ im Film sind beispielsweise Haussklave Steven (Samuel L. Jackson) in Quentin Tarantinos DJANGO UNCHAINED. Oder Henry (Jester Hairstone), der Butler des rassistischen Baumwoll-Farmers Endicott in IN DER HITZE DER NACHT. Oder eben Cecil, die titelgebende Figur in Lee Daniels DER BUTLER.
Dieser Cecil Gaines verbringt – das versucht ihm sein Vater zumindest weiszumachen – eine mehr oder weniger unbeschwerte Kindheit auf einer Baumwollplantage in Georgia. Mit der ist es schlagartig vorbei, als der Plantagenbesitzer seine Mutter vergewaltigt und obendrein noch seinen Vater erschießt. Eine Strafe droht dem Täter dank der damaligen Gesetzgebung nicht. Aber dessen Mutter (Vanessa Redgrave) nimmt sich des Waisenjungen an und lässt ihm unter ihrer Obhut eine Ausbildung zum – sorry! – Haus-Nigger angedeihen. Eines schönen Tages aber macht Cecil sich dann doch auf den Weg gen Norden, schlägt sich irgendwie durchs Leben und lernt auf diese Weise einen Gönner (Clarence Williams) kennen, durch dessen Vermittlung er zunächst in einem renommierten Washingtoner Hotel und schließlich in der ersten Adresse des Landes landet: dem Weißen Haus, wo Cecil (Forest Whitaker) über sieben Legislaturperioden hinweg DER BUTLER von mehreren amerikanischen Präsidenten (Robin Williams als Eisenhower, James Marsden als Kennedy, Liev Schreiber als Johnson, John Cusack als Nixon und Alan Rickman als Ronald Reagan) ist.

Der jüngere Cecil (Aml Ameen) mit Gönner Maynard (Clarence Williams)

DER BUTLER Review

DER BUTLER ist eine lange, von geschichtsträchtigen Momenten geprägte Reise durch die amerikanische Geschichte. Toll von Lee Daniels (MONSTER’S BALL, PRECIOUS – DAS LEBEN IST KOSTBAR) inszeniert und starmäßig besetzt: Allen voran natürlich Forest Whitaker (2007 Oscar und Golden Globe als Hauptdarsteller in DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND – IN DEN FÄNGEN DER MACHT), aber dann natürlich auch Oprah Winfrey, Mariah Carey, Robin Williams, Terrence Howard, Cuba Gooding Jr., John Cusack und und und. Bei seinem Erscheinen 2013 kam THE BUTLER (der Originaltitel) leider nicht so richtig über ein Nischendasein hinaus. Aber in Zeiten von Black Lives Matter sollte man sich mal die Zeit nehmen, um mit Cecils Geschichte gleichzeitig auch eine Menge über die Geschichte der Schwarzen und die Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft zu erfahren.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

DER BUTLER Fun Fact

Die Geschichte von Cecil Gaines ist an die von Eugene Allen angelehnt, der über 30 Jahre im Weißen Haus und letztlich acht US-Präsidenten dienerte. Allen wurde 1919 in Virginia geboren und starb 2010 in Maryland. Der Amtseinführung von Barack Obama am 20. Januar 2009 wohnte er als VIP-Gast bei.

Gleich noch mehr zum Thema Black Films Matter: HIDDEN FIGURES

HIDDEN FIGURES – UNERKANNTE HELDINNEN / Drama / Sat.1 / 28.06. / 20:15 – 22:40

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

DER BUTLER Filminfos

DER BUTLER
Originaltitel: The Butler
Genre: Drama, Biografie
Darsteller: Forest Whitaker, Oprah Winfrey, Mariah Carey, John Cusack, Cuba Gooding Jr., Lenny Kravitz, Terrence Howard, Jane Fonda, David Oyelowo, Alan Rickman, Liev Schreiber
Regie: Lee Daniels
Kinostart: 10.10.2013
DVD-/Blu-ray-Release: 9.4.2014
Streambar: Netflix, Maxdome

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dir auch gefallen