The Autopsy of Jane Doe: Kritik | WEEKEND-TIPP

THE AUTOPSY OF JANE DOE / Horror / RTL II / 16.06. / 23:50 – 01:30

Tommy und Austin, Vater und Sohn, betreiben irgendwo in Amerika ein Leichenschauhaus. Eines Nachts bekommen die beiden die Leiche einer jungen Unbekannten auf den Tisch. Die Polizei bittet die Pathologen herauszufinden, was mit dieser jungen Frau geschehen ist. Denn sie weist äußerlich und auf den ersten Blick keinerlei Verletzungen auf. Ihre Personalien sind unbekannt; ihre Fingerabdrücke wurden noch nirgendwo registriert. Also machen sich Vater und Sohn mit ihrem gesammelten Wissen und ihrer antrainierten Routine an die Arbeit, öffnen den Körper von Jane und fördern Grausames und Grausiges zu Tage. Umso weiter sie bei ihrer Arbeit vordringen, umso mehr Rätsel tun sich auf und umso schlimmer werden die Vorahnungen. Aber vor allem wird die gesamte Atmosphäre im Leichenschauhaus immer merkwürdiger.

Was wie ein pathologischer Krimi beginnt, artet irgendwann zu einer richtigen Horror-Überraschung aus. Regisseur André Øvredal (TROLLHUNTER) versteht mit Licht und Schatten, mit bestimmten Geräuschen, mit irgendwie deplatziert wirkenden Songs aus dem Radio und einer kalten, morbiden Grundatmosphäre einen echt unheimlichen Film zu kreieren. Da wird jedes Türglöckchen zu reinsten Nerven-Folter. Ein kleiner, vor allem auch von Brian Cox (ZODIAC, CHURCHILL) und Emile Hirsch (INTO THE WILD) gut gespielter Film. Daniel Schröckert: „Und natürlich auch von dieser jungen, sehr aufreizenden Dame, deren Name ich leider vergessen habe (Anm. d. Red.: ihr Name ist Olwen Catherine Kelly). Aber die – obwohl sie nur regungslos auf diesem Tisch liegt – doch eine richtig tolle Aura ausstrahlt.“ Fazit: Atmosphärisch dicht. Und stimmig. Und auch wenn man sich über den Schluss sicher ein wenig streiten kann: THE AUTOPSY OF JANE DOE verdient es, gesehen und „gefeiert“ (O-Ton Schröck) zu werden.

Fun Fact zu THE AUTOPSY OF JANE DOE

„Jane Doe“ ist im Amerikanischen so etwas wie ein Synonym, ein Namens-Platzhalter für Personen, deren Name und Identität vollkommen unbekannt ist. Das männliche Gegenstück heißt „John Doe“. Alternativ werden auch noch „John Roe“ oder „Jane Roe“ benutzt.

Olwen Catherine Kelly wurde übrigens für die Rolle ausgewählt, weil ihre profunden Yoga-Kenntnisse ihr während der Dreharbeiten dabei halfen, jeden Muskel ihres Körper und vor allem auch ihre Atmung in jeder der Szenen und Naheinstellungen in perfekter Weise zu kontrollieren.

Filmdaten: THE AUTOPSY OF JANE DOE

THE AUTOPSY OF JANE DOE
Originaltitel: The Autopsy of Jane Doe
Genre: Horror, Thriller
Darsteller: Emile Hirsch, Brian Cox, Ophelia Lovibond, Olwen Catherine Kelly
Regie: André Øvredal
Blu-Ray-/DVD-Veröffentlichung: 20.10.2017

Streamer

Amazon Prime Video, Netflix, Sky Go

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