Wir (Us): Kritik | KINO TO GO

Was haben Städte, Burgen und Schlösser gemeinsam?

Sie alle besitzen ein ‚Untergrundsystem‘. Ein Netzwerk von Tunneln, das als Fluchtweg oder Transport- und Abwasserinfrastruktur unter der ‚Oberfläche‘ dient.

Der Untergrund ist eine Faszination für viele und eine auf viele verschiedene Arten behandelte Thematik.

Disneys GLÖCKNER VON NOTRE DAME zeigt uns bereits 1996 die „Cour des Miracles“, welche sich auf die Pariser Slumbezirke bezieht, in denen sich arbeitslose Migranten aus ländlichen Gebieten aufhielten. In Sylvester Stallones DEMOLITION MAN gab es eine Untergrundgesellschaft inmitten einer Gesellschaft. Im Buch DIE ZEITMASCHINE von H. G. Wells ist von den ‚Morlocks‘, einer Menschenrasse, die unter der Erde lebt und sich nur nachts frei bewegt, die Rede. Und spätestens seit ich das erste Mal eine Folge der TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES gesehen habe, empfinde ich eine abstruse Faszination bezüglich des ‚Untergrunds‘ und ‚Lost Places‘.

Doch für manche Menschen ist es weniger Faszination, sondern mehr der Grundstein für ihr Überleben. Diese Menschen nennt man ‚Tunnelmenschen‘ oder auch ‚Mole People‘. Es kursieren viele Gerüchte darüber. Oft werden sie als ‚einfache‘ Menschen dargestellt, die durch einen Schicksalsschlag alles verloren haben. Doch das sind nicht nur Gerüchte. Es gibt sie wirklich.

Diese ‚Untergrundgesellschaft‘, die zu der unseren co-existiert.

Diese Gesellschaft, von deren Existenz wir nur wenig bemerken und deren Zusammenhalt oftmals stärker ausgeprägt ist als in unserer, könnte eine größere ‚Bedrohung‘ sein, als wir es uns vorstellen können. Wie diese Bedrohung aussehen könnte, wird in WIR ganz gut aufgegriffen.

Filmdaten: Wir

Originaltitel: Us
Genre: Thriller, Horror
Darsteller: Lupita Nyong’o, Winston Duke, Elisabeth Moss, Tim Heidecker, Shahadi Wright Joseph
Regie: Jordan Peele
Kinostart: 21.03.2019
DVD-/Blu-ray-Release: 25.7.2019

 

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