All the President’s Men: Trumps Unterstützer in Hollywood | ELMARS HOLLYWOOD

Auch wenn sich Hollywood eigentlich immer schon und fast traditionell eher dem demokratischen Lager verbunden fühlte – es gibt sie dennoch: stramme Republikaner, aufrechte Patrioten. Sozusagen all the President’s Men. Schauspieler, Regisseure, Produzenten, mit dem Herzen auf dem rechten Fleck – bitte nicht verwechseln mit dem sprichwörtlichen „am rechten Fleck“. Umso unverständlicher, dass sie beim Absingen der amerikanischen Hymne ihre Hände immer noch auf die linke Brusthälfte legen. Organisch vielleicht korrekt; politisch – aus ihrer Perspektive – nicht. Dass sie in der US-Filmmetropole in der Minderzahl sind und es immer schon waren, mag auch daran liegen, dass der Hochburg der Kreativen, aber auch Freidenker (wie zum Beispiel Charlie Chaplin) in der amerikanischen Geschichte nicht nur einmal böse von rechts und allzu Konservativen mitgespielt wurde. So etwas vergisst man nicht. Hier nicht. Auch darüber redet Elmar heute. Ebenso über die, auf die Trump in der Traumfabrik sicher nach wie vor zählen kann. Aber: Eine Menge Immer-rechts-Wähler können sich offenbar mit einer Wiederwahl Donald Trumps nicht so recht anfreunden. Stichwort: The Lincoln Project. Mehr dazu weiß Elmar.

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Trump oder Biden: Wer ist besser für Hollywood, für das amerikanische Kino?

„Mich würde mal interessieren, ob unter einem demokratischen oder einem republikanischen Präsidenten mehr Filme produziert werden – und ob das einen Einfluss auf Hollywood hat?“, fragt Der Filmnerd auf unserer YouTube-Seite. Gute Frage. Nächste Frage. Nein, Quatsch. Auch wenn wir die Antwort jetzt nicht aus dem Ärmel schütteln können und dazu erst mal eine Statistik anfertigen müssten: Interessant ist die Frage durchaus. Sogar sehr interessant. Leider können wir momentan nur raten oder mutmaßen. Und da mutmaßen wir jetzt einfach mal, dass es in und für Hollywood keinen großen Unterschied macht, ob das Land von einem Republikaner oder einem Demokraten regiert wird. Ohnehin besteht ja ohnehin fast immer eine Art 50-50-Patt in dem in den USA herrschenden Zweiparteiensystem. Ein Michael Moore (FAHRENHEIT 11/9) wird also ebenso immer SEINE Filme drehen wie ein Clint Eastwood (FLAGS OF OUR FATHERS) SEINE. Oder ein Leonardo DiCaprio, der in den letzten Jahren vermehrt als Executive Producer hinter Dokumentarfilmen steckt (BEFORE THE FLOOD), mit denen er auf den Klimawandel und seine Folgen aufmerksam macht. Wahrscheinlich unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus sitzt. Trumps gibt es nämlich überall.

Trump nennt Sacha Baron Cohen einen widerlichen Kerl. Mehr PR für BORAT 2 geht nicht!

Wobei: Stopp! Etwas leichter ist es vielleicht doch mit einem Republikaner im Weißen Haus. In Bezug darauf, dass er mehr Angriffsfläche bietet. Der erste BORAT (vollständiger Titel: KULTURELLE LERNUNG VON AMERIKA, UM BENEFIZ FÜR GLORREICHE NATION VON KASACHSTAN ZU MACHEN) kam 2006 ins Kino. Da saß George W. Bush im Oval Office. Also jener Präsident, dem wir quasi so wunderbare Filme wie W. – EIN MISSVERSTANDENES LEBEN (von Oliver Stone), FAIR GAME – NICHTS IST GEFÄHRLICHER ALS DIE WAHRHEIT (von Doug Liman) oder VICE – DER ZWEITE MANN (von Adam McKay) verdanken. Nun thront Donald Trump im Weißen Haus. Und BORAT 2: BORAT ANSCHLUSS MOVIEFILM (vollständiger Titel: DELIVERY OF PRODIGIOUS BRIBE TO AMERICAN REGIME FOR MAKE BENEFIT ONCE GLORIOUS NATION OF KAZAKHSTAN) ist seit dem 23.10.2020 bei Amazon Prime Video zu sehen. Kurz zuvor haben Sacha Baron Cohen und BORAT 2 schnell schon mal für ordentlich Wirbel gesorgt: Im Film ist zu sehen, wie sich Rudy Giuliani von Borats Film-„Tochter“ und -„Reporterin“ zu einem vermeintlichen Interview zuerst in deren Hotelsuite und dann auch noch ins Schlafzimmer locken lässt, bevor BORAT-Cohen in die Szene platzt. Die Schlagzeilen daraufhin waren … perfekt.

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Giuliani, das ist der New Yorker-Ex-Bürgermeister und Anwalts-Buddy von Präsident Trump, dessen Tochter Caroline Rose Giuliani zuletzt an die Öffentlichkeit appellierte: „Ich kann vielleicht nicht die Meinung meines Vaters ändern, aber gemeinsam können wir diese giftige Regierung aus dem Amt wählen.“ Vielleicht sollte sich Hollywood schon mal die Filmrechte an den Memoiren dieser immer noch recht jungen Dame (31) sichern. Schließlich sitzt irgendwann bestimmt wieder ein Republikaner im Weißen Haus. Und wer weiß, was für einer.

 

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