BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS | James Gunn, David Yarovesky, Elizabeth Banks, David Denman und Jackson A. Dunn im Interview

Wer hat eigentlich damals entschieden, dass Superman mit einem guten Kern auf die Erde gekommen ist? Wie wäre es wohl, wenn er stattdessen böse gewesen wäre? Die Antwort auf die Frage liefert BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS seit dem 20.6.2019 in den deutschen Kinos. Wir hatten vorab die Schauspieler Elizabeth Banks, Jackson A. Dunn und David Denman im Interview, und Produzent James Gunn und Regisseur David Yarovesky haben direkt auch noch Zeit für uns gefunden.

BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS

Im Gespräch hat David Yarovesky direkt eines klargestellt, es handelt sich bei BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS in erster Linie nicht um einen Superheldenfilm, sondern vielmehr um einen Horrorfilm mit Superhelden-DNA. Trotzdem sind die Parallelen zu Superman natürlich nicht zu leugnen, auch wenn es sich dabei definitiv nicht um einen Sohn von Krypton handelt. Wobei die Frage der Herkunft eigentlich nie aufgeklärt wird.

Superman ist böse, gab es das nicht schon?

Brandon Breyer (Jackson A. Dunn) wird als Baby (von wem auch immer) auf die Erde geschickt und ab Zeitpunkt x böse. Die Frage, ob die Dunkelheit in seiner Natur liegt oder ob eine höhere Macht ihn zu den Dingen zwingt, wird in dem Film nie aufgeklärt. Dabei hätte das eigentlich ein ganz schöner Punkt für die Handlung sein können. Eine innere Zerrissenheit des Protagonisten hätte BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS wohl mehr zu einem Horror-Drama gemacht – aber warum eigentlich nicht? Bereits in früheren Superman-Serien wurde die Frage zumindest angekratzt. In SMALLVILLE zum Beispiel erfährt Clark durch eine Botschaft von seinem biologischem Vater Jor-El, dass er auf die Erde gesandt wurde, um sie zu erobern.

Daneben gibt es noch das schwarze und rote Kryptonit. Im Gegensatz zu grünem Kryptonit tötet das Superman nicht, sondern teilt ihn in eine gute und böse Hälfte (schwarzes Kryptonit) oder macht ihn schrittweise böse und lässt ihn jede Hemmung verlieren (rotes Kryptonit). Der Vollständigkeit halber will ich aber erwähnen, dass das rote Mineral in der Geschichte von Superman unterschiedliche Wirkungen auf ihn hatte. Seit der Serie SUPERMAN – DIE ABENTEUER VON LOIS & CLARK ist es aber eigentlich nur noch die beschriebene.

Fun Fact

Es gibt neun unterschiedliche Arten und Farben von Kryptonit: grün, schwarz, weiß, blau, rot, gold, rosa, silber und farblos. Die Wirkung des Minerals variiert dabei je nach Serie und Comic leicht voneinander.

Grün tötet Kryptonier langsam.
Schwarz teilt die Persönlichkeit in eine guten und einen bösen Teil.
Weiß kann pflanzliches Leben töten.
Blau lässt Kryptonier alle Superkräfte verlieren.
Rosa ruft zeitweilig homosexuelle Neigungen hervor (die Farbe tauchte bisher nur einmal auf: DC-Premium #27, Panini Comics, 2003)
Rot macht schrittweise böse.
Gold beraubt Kryptonier dauerhaft ihrer Kräfte.
Silber macht paranoid und sorgt für Halluzinationen.
Farblos tötet Krytonier ebenfalls und entsteht, wenn grünes Kryptonit seine Radioaktivität verliert.

Zurück zu BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS

Die Grundidee – was wäre, wenn Superman böse wird? – ist so also nicht neu, wurde aber vorher noch nie ins Extreme geschrieben. Die vorherigen Serien und Filme, die die Idee benutzten, haben immer ein Mindestmaß an Güte beibehalten. Damit meine ich, dass niemals der sogenannte Punkt of no return erreicht wurde und Superman zu weit ging. Wir dürfen aber bei BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS nicht vergessen, dass es eben ein eigenständiger Film und, wie David Yarovesky und James Gunn uns erzählt haben, eben nur ein Mashup zwischen Horror und Superheldenthema ist.

Ich mochte die Grundidee und hätte es gerne gesehen, wenn man sich mit BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS mehr im Bereich der Superhelden bewegt hätte. Als Zuschauer kann man die Verbindung zu Superman nämlich eben nicht nicht ziehen, dafür gibt es zu viele Parallelen. Das Problem dabei ist, dass der Film dadurch nicht für sich alleine stehen kann, und auch wenn die Intention von David Yarovesky und James Gunn eine andere ist, so bleibt die Verbindung bei mir doch zumindest bestehen.

BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS

Originaltitel: Brightburn
Genre: Horror
Darsteller: Elizabeth Banks, David Denman, Jackson A. Dunn
Regie: David Yarovesky
Kinostart: 20.6.2019

<?php the_title(); ?> - Plakat

Brightburn – Son of Darkness

Eure Ranx

Zu diesem Film sind noch keine RANX vorhanden.

Deine Ranx

DU willst RANX? Dann logge DICH ein!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dir auch gefallen