Der Anfang? Vom Ende? Vom Kino? | ELMARS HOLLYWOOD

BREAKING NEWS aus Hollywood: Um für einen Golden Globe Award nominiert zu werden, MUSS ein Film nicht mehr im Kino gelaufen sein. Bamm! Die Hollywood Foreign Press Association hat gesprochen! Und die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird vermutlich nicht viel anders klingen, wenn sie bis spätestens Mitte April die Köpfe zusammensteckt, um darüber zu beraten, wie sich die Auswirkungen von Corona auf die anstehende Award-Season 2020/2021 lindern lassen. Kino hin, Kino her: Show must go on. Da kann Steven Spielberg auch noch so energisch mit dem Finger schnipsen, um sich mit seinen Einwänden Gehör zu verschaffen: Ohne Streaming läuft’s nun mal nicht im „Kino“-Jahr 2020. Womit das eine Problem hoffentlich vom Tisch ist. Und – zack! – das nächste draufliegt: Was, wenn aus der Not eine Tugend wird – und das dieses Mal nicht nur im sprichwörtlichen Sinne? Dazu Elmar mit den neuesten Verkündungen aus der Traumfabrik… und den Gedanken, die sie nicht nur bei ihm auslösen…

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Stephan Temp: Portätbild

Da ist es wieder. Das Streaming-Gespenst. Und spukt in den Köpfen derer herum, die im Filmbusiness die Fäden ziehen. Aus dem Drei-Säulen-Modell der Vermarktung – Kino, Videokassette/DVD/Blu-ray, Fernsehen – ist längst ein Vier-Säulen-Modell geworden… mit Video-on-Demand. Die entscheidende Frage ist nur: In welcher Reihenfolge sollen die Säulen stehen? Es ist nämlich eine Frage des Standpunkts. Tatsächlich. Es ist die Frage, wo man steht. Auf der Seite der Kinobesitzer? Oder auf der Seite der Studios, denen es im Prinzip egal ist, wie und woher das Geld wieder in ihre Kassen zurückfließt. Da mögen Schöngeister wie Regisseure und Schauspieler auch noch so laut wehklagen: Letztlich geht es hier um das Geld, von dem sie bezahlt werden. Das ihre Projekte, ihre Filme, ihre Visionen Wirklichkeit werden lässt. Doch noch regen sich selbst bei den kühnsten und kühlsten Zahlenmenschen Hollywoods Skrupel. Denn wenn der Geist einmal aus der Flasche ist (oder wie Elmar sagt: die Zahnpaste aus der Tube), dann lässt sich das Rad nie wieder richtig zurückdrehen.

Die gute Nachricht: Die US-Kinos haben am letzten Wochenende 260.000 Dollar eingespielt. Obwohl alle geschlossen sind. Trump-Lüge? Nee: Auto-Kino!

Und was, wenn man in der mehr oder weniger freiwilligen Corona-Quarantäne und Kino-Abstinenz irendwann keine Lust mehr, Filme auf dem Sofa zu gucken… was man ja ohnehin schon dauernd tut? Man aber gerade nicht mehr durch die Gegend spazieren darf oder soll – und dazu auch noch Menschen-„Ansammlungen“ mit mehr als zwei Köpfen äh-bäh sind? Autokino! Jeder auf seinem Vordersitz. Oder… in der innigeren Variante… Arm in Arm, Schulter an Schulter, Kopf an Kopf auf der Rückbank. Ein Modell für Romantiker? Ein wenig schon. Sorry. Immer weniger moderne Menschen haben heute ein eigenes Auto. Und mit dem Sharing-Mobil nicht nur zum Kino, sondern auch noch hinein zu fahren und dann noch drin sitzen zu bleiben? Ist letztlich eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft. Und eine wie-groß-ist-meine-Liebe-zur-Umwelt-Frage. Nicht im Autoland Amerika. Aber bei uns schon.

Alternative? Kompromiss? Warum nicht – Post-Corona – mit Bahn oder Bus zum Kino fahren… und dann im Kino ins Auto setzen. Frischer Wind soll in Beziehungen ja manchmal Wunder wirken. Warum nicht auch in unserer manchmal schon etwas angeknacksten Beziehung zum Kino? Sagen nicht immer alle, nach Corona wird nichts mehr so sein wie vorher? Na also…

Post-Corona-Modell? Indoor-Autokino… bei jedem Wetter und sogar ohne Führerschein

 

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