Hollywood vs. Weißes Haus | ELMARS HOLLYWOOD

Am 3.11.2020 fällt in den USA die Entscheidung. Ist der finale Wahltag. Wissen wir, ob es einen 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gibt. Oder der 45. @POTUS beziehungsweise Was-auch-immer-in-Chief in seiner sehr eigenen Realfilm-Auffassung von OLYMPUS HAS FALLEN noch einmal vier weitere Jahre lang Washington und den Rest Amerikas in politischen Schutt und moralische Asche legen darf. Wenn es nach Hollywood – oder besser: nach der Mehrheit der Filmschaffenden und Filmstars in Hollywood – geht, wäre in Kürze Drehschluss für den vom Reality-TV-Star zum Präsidentendarsteller avancierten Twitter-Maniker. In Hollywood hätte man sogar schon die Idealbesetzung für einen der Stühle im Weißen Haus. Nur: Im echten Leben geht es eben nicht zu wie im Kino. Aber immer der Reihe nach – hier ist Elmar Biebls Wahl-Vorberichterstattung aus Hollywood …

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Das Weiße Haus und seine Präsidenten: Dauerthema für Kino, Serien und TV

Mal ehrlich: Bei ORANGE IS THE NEW BLACK hätte man doch schon misstrauisch werden müssen. 2013. Vier Jahre, bevor ein Orange-Farbiger US-Präsident wurde. Aber Amerika ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Im Guten. Und im weniger Guten. Da kann man nichts machen. Hat ja auch keinen gewundert (oder gestört), als ein mittelmäßiger Westerndarsteller (Ronald Reagan) ins Weiße Haus einzog oder der bis heute (bei dieser Wahl!) jüngste Mister Universum nach etlichen Filmrollen und mit unverändert starkem Akzent Gouverneur von Kalifornien wurde. Und nicht der schlechteste!

Hollywood und Washington: Irgendwie ist das so etwas wie eine Dauer-Symbiose. Kein Regierungssitz, kein Machtzentrum und kein Inhaber eines höchsten Staatsamts spielen so oft eine Rolle im Kino, in Serien, im Fernsehen. Die Ausnahmen sind überschaubar – spontan fallen einem da nur Adam Prices BORGEN – GEFÄHRLICHE SEILSCHAFTEN mit Sidse Babett Knudsen als dänischer Premierministerin und natürlich LITTLE BRITAIN mit Anthony Head als Prime Minister und David Walliams als seiner … na, sagen wir mal … linken Hand ein.

Okay. Dieses Spiel geht an Amerika. Fast zu null. Und Spiel-Varianten gibt es natürlich fast so viele wie Sterne auf dem Sternenbanner. Komödien wie das Doppelte-Präsidenten-Lottchen DAVE mit Kevin Kline. Romanzen wie HELLO, MR. PRESIDENT mit einem verknallten Michael Douglas. Serielle Boshaftigkeiten wie HOUSE OF CARDS mit Kevin Spacey als Frank und schließlich Präsident Underwood. Sci-Fi-Späße wie MARS ATTACKS! mit Jack Nicholson (INDEPENDENCE DAY war ernst, sorry!). Kammerspiele wie FROST/NIXON. Biopics und historische Dramen wie LINCOLN mit Daniel Day-Lewis und von Steven Spielberg. Der damit auch den Aufhänger für einen der prächtigen Späße von Präsident Obama beim alljährlichen White House Correspondents’ Dinner lieferte.

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Unzählbar die Filme, in denen Mr. President nur die wichtigste Nebenrolle spielte: JFK –TATORT DALLAS mit Kevin Costner als hartnäckigem Bezirksstaatsanwalt. 24 mit Kiefer Sutherland als Jack Bauer, aber natürlich auch mit Dennis Haysbert als Präsident Palmer. DER BUTLER mit gleich einer ganzen Reihe von White House-Hausherren. Wie viele durften ihrem Präsidenten vorher oder nachher die Hand schütteln: Waffe-gegen-alles-Agent Jack Ryan (in wechselnden Besetzungen) immer wieder – etwa in JAGD AUF ROTER OKTOBER. Tom Hanks in FORREST GUMP auch immer wieder – mit wechselnden US-Präsidenten. So viel Ehre widerfährt nicht mal einem James Bond – von dem Spaß mit der (echten) Queen anlässlich der Olympischen Spiele in London mal abgesehen. Außerdem Clint Eastwood als Secret Service Agent, der es in IN THE LINE OF FIRE – DIE ZWEITE CHANCE noch einmal wissen will. Oder Harrison Ford, der in AIR FORCE ONE als seagalnder und mcgyvernder Präsident Marshall die Dinge wieder ins Lot bringen muss.

Starke Film- und Serien-Vize-Präsidenten gab es natürlich auch schon. In quasi echt: Christian Bale als Dick Cheney in VICE – DER ZWEITE MANN (und Sam Rockwell als George W. Bush). Oder (noch!) fiktional: Julia Louis-Dreyfus als vormalige Senatorin Selina Meyer in VEEP – DIE VIZEPRÄSIDENTIN. Übrigens: Die Serie und ihre Hauptdarstellerin wurden mit Preisen geradezu überschüttet. Eine Frau und die dann auch noch in diesem Amt – Jurys und Preisverleiher scheinen Gefallen daran gefunden zu haben. Hoffen wir, dass die US-Wähler sich diese Konstellation nicht nur auf der Leinwand oder dem Bildschirm vorstellen können.

Trump würde niemand in Hollywood vermissen. Aber Alec Baldwins SNL-Parodien. Oder Brendan Gleeson vs. Jeff Daniels in THE COMEY RULE

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