Leben und Sterben in L. A. (Uncut): Blu-ray-Kritik | KINO TO GO

Die Secret-Service-Agenten Richard Chance (William Petersen, unter anderem Gil Grissom in CSI: CRIME SCENE INVESTIGATION) und Jim Hart (Michael Greene, unter anderem DAS WUNDER IN DER 8. STRASSE) arbeiten seit Jahren zusammen. Als Hart zwei Tage vor seiner Pensionierung ermordet wird, zerbricht für Chance eine Welt. Er weiß, dass der skrupellose Geldfälscher Eric Masters (Willem Dafoe) seinen Freund und Partner auf dem Gewissen hat. Beweisen kann man ihm den Mord (und unzählige weitere Verbrechen) allerdings nicht. Also tut Chance das, was man in den 1980ern auf der Leinwand gerne tat: Er und sein neuer Partner John Vulkovich (John Pankow) nehmen das Gesetz nach dem Motto LEBEN UND STERBEN IN L. A. selbst in die Hand.

Moloch Los Angeles: Dreck statt Glamour

Die Prämisse deutet auf ein weiteres Kapitel der reinen 80er-Buddy-Action-Komödien-Lehre hin. Doch weit gefehlt: LEBEN UND STERBEN IN L. A. entpuppt sich als weitaus grimmiger, dunkler und ernster als erwartet. Chance und Vulkovich sind sich nicht grün und werden sich im Verlauf des Films auch nicht viel grüner. Die beiden Agenten vereint nur ein gemeinsames Ziel: Masters mit allen Mitteln – ob legal oder illegal – zur Strecke zu bringen.

Wer flapsige Sprüche und locker-flockige Kumpelei erwartet, sollte also lieber bei BEVERLY HILLS COP bleiben. Dazu trägt auch die ungewohnte Darstellung der Kulisse bei: William Friedkin (FRENCH CONNECTION) zeigt Los Angeles in LEBEN UND STERBEN IN L. A. nicht von seiner schillernden, sonnigen, einladenden Seite, sondern wirft seine Zuschauer in einen glühenden Höllenschlund, der tagtäglich hunderte Opfer in seinen finsteren Seitenstraßen verschlingt.

LEBEN UND STERBEN IN L. A.: Regisseur William Friedkin steht vor einem umgekippten Polizeiauto.
LEBEN UND STERBEN IN L. A.: Regisseur William Friedkin bei der Arbeit (© Capelight Pictures)

LEBEN UND STERBEN IN L. A.: ein „richtiges Brett“

Dennoch beziehungsweise gerade deshalb ist LEBEN UND STERBEN IN L. A. laut Daniel Schröckert ein „richtiges Brett“. Unter anderem, weil der von Action- und Drama-Elementen durchzogene Thriller eine nicht alltägliche, erdige Härte an den Tag legt und mit stilisierten Bildern sowie Wang Chungs (unter anderem BEVERLY HILLS COP 2) peitschendem Synthie-Soundtrack seine Entstehungszeit adäquat einfängt.

Hinzu kommen eine mit John Turturro, Dean Stockwell, Debra Feuer oder Darlanne Fluegel bis in die Nebenrollen großartig besetzte Schauspielerriege und eine spektakuläre Autoverfolgungsjagd, die Mitte der Achtzigerjahre so nur Friedkin inszenieren konnte. Was LEBEN UND STERBEN IN L. A. in der ungekürzten Blu-ray-Mediabook-Edition darüber hinaus zu bieten hat, verrät euch Schröck im Video!


Filmdaten: LEBEN UND STERBEN IN L. A.

Originaltitel: To Live And Die In L. A.
Genre: Thriller, Drama
Darsteller: William L. Petersen, Willem Dafoe, John Pankow, John Turturro, Dean Stockwell, Debra Feuer, Darlanne Fluegel
Regie: William Friedkin
Kinostart: 06.03.1986
Blu-ray-/DVD-Veröffentlichung: 23.11.2018


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Leben und Sterben in L. A.

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