Payback – Zahltag: Kritik | WEEKEND-TIPP

PAYBACK / Action-Thriller / Sat.1 / 01.09. / 01:00 – 02:45

Mel Gibson spielt den Kriminellen Porter, der bei einem seiner Raubzüge von einem Kumpel (Gregg Henry als Val Resnick) aufs Kreuz gelegt worden ist, obendrein auch noch von der eigenen Frau (Deborah Kara Unger als Lynn Porter) hinterrücks angeschossen wurde, und der nun nach einer lebensrettenden Operation durch einen illegal tätigen Arzt und nach fünfmonatigem Abtauchen zurückkommt, um sich bitterböse zu rächen und sich seinen Anteil an der Beute zu holen, um den er von Kumpel und Ehefrau geprellt wurde. Das Problem: Verräter Val hat mittlerweile das gesamte Geld dazu genutzt, um sich in das Verbrechersyndikat eines gewissen Mr. Bronson (Kris Kristofferson – in der Kinofassung) einzukaufen.

Von PAYBACK – ZAHLTAG existieren zwei Versionen, die sich zur Abwechslung auch mal nicht nur in der Länge unterscheiden. Der Director’s Cut ist relativ düster und brutaler gehalten. Daniel Schröckert: „Und auch das Ende ist deutlich negativer oder nicht ganz so … ich sage jetzt mal … positiv gehalten wie die Kinofassung.“ Außerdem hat die Kinofassung durchgängig so etwas wie einen (O-Ton Schröck: „komischen“) Blaustich, den der Director’s Cut nicht hat. Und in der Kinofassung ist Kris Kristofferson als Bösewicht mit von der Partie, während er in der anderen gar nicht zu sehen ist. Ein schön böser Film. Schön schwarzhumorig. Gute Actionszenen gibt’s auch. Und Mel Gibson als „quasi Arschloch“ (O-Ton Schröck) ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Als Filmlängen sind offiziell 90 Minuten für den Director’s Cut (PAYBACK: STRAIGHT UP – THE DIRECTOR’S CUT von 2006) und 101 Minuten für die Kinofassung (von 1999) ausgewiesen. Sat.1 gibt für die heutige Ausstrahlung 94 Minuten an. Hmmm … vielleicht lassen wir uns einfach alle überraschen.

Fun Fact zu PAYBACK – ZAHLTAG

Ein Film mit einer etwas eigenwilligen Entstehungsgeschichte. Da die ursprüngliche Fassung von Regisseur Brian Helgeland (Oscar 1998 für sein Drehbuch zu L.A. CONFIDENTIAL) vom Studio für zu wenig massentauglich befunden wurde, Helgeland sich dann aber weigerte, eine neue Drehbuchfassung zu verfilmen, übernahm der Produktionsdesigner John Myrhe (fünf Oscar-Nominierungen – unter anderem für ELIZABETH) die „Regie“ während der umfangreichen Nach- und Neudrehs. Die dann, weil Hauptdarsteller Mel Gibson durch LETHAL WEAPON 4 verhindert war, erst mit einem Jahr Verzögerung stattfinden konnten. Helgelands ursprüngliche Fassung feierte übrigens fast zehn Jahre nach dem Kinostart am 21. Oktober 2006 Premiere beim Austin Film Festival.

Mel Gibson am Set von PAYBACK – ZAHLTAG (1999). Für die spätere Kinofassung musste er nach einem Jahr Unterbrechung (wegen LETHAL WEAPON 4) einen guten Teil seiner Szenen noch einmal neu drehen

Filmdaten: PAYBACK – ZAHLTAG

PAYBACK – ZAHLTAG
Originaltitel: Payback
Genre: Krimi, Action, Drama
Darsteller: Mel Gibson, James Coburn, Maria Bello, Kris Kristofferson, Lucy Liu, Gregg Henry
Regie: Brian Helgeland
Kinostart: 11.3.1999

Streamer

Kein Flatrate-Anbieter

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dir auch gefallen