The LEGO Movie 2: Kritik | KINO TO GO

THE LEGO MOVIE 2

Öfter mal was Klotziges. Oder: In der Not frisst der Teufel Stecksteine. Oder: Wenn das Leben dir Zitronen schenkt – bau ein Raumschiff draus. Ihr merkt vielleicht schon, worauf ich hinauswill: Mir fehlte mal wieder die Eingebung, und deswegen mach ich mal wieder aus der Not … eine Liste. Doch das hat eben seinen Grund. Im Video da oben geht es nämlich um THE LEGO MOVIE 2. Alles, was ich zu der Fortsetzung zu sagen habe, sage ich in dem Video. Wobei ich vielleicht ein, zwei Gedanken vergessen oder nicht vollständig ausformuliert habe – was mir ja auch nicht zum ersten Mal passiert. Hinzu kommt, dass ich Teil eins schon in einer anderen Folge besprochen hatte, also kann ich zu dem auch nicht mehr viel schreiben. Also ließ ich einen Gedanken reifen, den ich in Anbetracht des Klötzchen-Abenteuers dann doch ganz lustig fand: Welche LEGO Sets haben mich geprägt? Und eben dann: Welche sind meine Heiligtümer? Ich musste wirklich hart überlegen und abwägen, um auf das folgende Top-Trio zu kommen. Na ja, mal abgesehen von Platz eins.

PLATZ 3

Der dritte Platz war ein Highlight unter dem Weihnachtsbaum. Es ist der Galax-Star-Express oder auch das Futuron Monorail Transport System (6990) aus dem Jahr 1987. Im Prinzip eine Monorail-Eisenbahn, ABER EBEN IM WELTRAUM. Als noch kleiner, großer Science-Fiction-Fan, der mit CAPTAIN FUTURE, CAPTAIN HARLOCK und natürlich STAR WARS groß geworden ist, war die LEGO-Space-Reihe meine erste große Liebe im Klötzchenuniversum. Demnach habe ich meine Familie bearbeitet, angebettelt und manipuliert bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter, um schließlich an Heiligabend der glücklichste Mensch im Raum zu sein. Das Set umfasste 691 Teile – viele davon hatte ich noch nie zuvor besessen geschweige denn aus der Nähe gesehen – und beinhaltete unter anderem einen Motor (für die Einbahn), Licht (an der Einbahn), einen Versorgungs-Container, einen Raumbahnhof und ein Astro-Team, bestehend aus fünf grinsenden Figuren. Faszinierend. Und ein großer Schritt für meine Kindheit.

PLATZ 2

Die Silbermedaille geht an ein Set, das nur zwei Jahre später kam. Aber es war ideal, um eine weitere große Kino-Liebe auf mein Kinderzimmer zu übertragen: Abenteuerfilme. Ob QUATERMAIN, DIE 7. MACHT, DER RECHTE ARM DER GÖTTER oder DAS GEHEIMNIS DER VIER KRONJUWELEN – wenn es um versteckte Schätze, miese Fallen, dunkle Mächte und übertriebene Schurken ging, war ich „on fire“. Aber es waren vor allem die GOONIES und INDIANA JONES, die dieses Feuer entfacht hatten. Und all das wurde für mich am besten mit der LEGO-Piraten-Serie nachspielbar. Klingt schief, ich weiß, aber so hat mein Kinderkopf eben funktioniert. Und es mag noch schiefer klingen, aber: Ich mochte dann tatsächlich die Soldaten etwas lieber als die Piraten. Zementiert durch Katalognummer 6276, die „Eldorado Fortress“. Ein „Gouverneurkastell“ mit 462 Teilen, aufgebaut auf einer damals neu designten 3D-Grundplatte mit Wasser und grauen Felsen. Es enthielt zwei schwere Kanonen, sogar mit Rückstoßfunktion, diverse Musketen, ganze acht Figuren (auch zwei Piraten), ein kleines Gefängnis, eine aufklappbare Kammer für Schätze oder Lebensmittel, eine Palme und einen Kran. Mit dem konnte man die zwei mitgelieferten Boote (die Hubschrauber der Piraten-Serie: Sie waren immer dabei) entladen. Kurzum: schön designt, toll zum Aufbauen, noch toller, um damit zu spielen, reich an „Umbaumöglichkeiten“ und ein paar der schönsten Männchen aller Zeiten. Ein Traum.

PLATZ 1

Die Macht wird mit dir sein. Immer. Und wenn Obi Wan das schon sagt, soll es auch so sein. Daher ist die Nummer 1 ein so aufwendiges wie legendäres Set: Der „LEGO Star Wars Death Star“. Also die Erstauflage mit Nummer 10188, die von 2008 bis 2015 verkauft wurde. Ich habe die über 40 Zentimeter hohe wie breite Vernichtungskugel ebenfalls von meiner Mutter geschenkt bekommen. Als ich weit über 30 Jahre alt war. Eine Offenbarung mit 3.803 Teilen, 24 Figuren, einem Kontrollraum für den Laser, einem Aufzug, einem Hangar, in dem sich ein abnehmbarer TIE Fighter auf einem beweglichen Startgestell befindet, und diversen Stationen aus A NEW HOPE. Zum Beispiel die Müllpresse, in der der alte Einaugen-Parasit Dianoga auf Besucher wartet. Dieses Teil repräsentiert einfach alles, was ich als kleiner Junge in Form von LEGO haben und spielen wollte.

Wie oft hatte ich versucht, all die Raumschiffe, Gegenstände, Figuren und Vehikel aus der alten Trilogie nachzubauen. Was hätte ich nicht alles dafür gegeben, dass STAR WARS nicht nur als Kenner-Spielzeug, sondern auch im Klötzchen-Universum existiert. Diese Träume sollten eben erst sehr viel später in Erfüllung gehen. Demnach war ich überglücklich. Und demnach sage ich auch noch mal: Danke, Mama. Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis das Gerät einmal aufgebaut war. Ich hatte einfach zu viel Angst vor der Aufbaudauer. Irgendwann gab es dann Rocket Beans TV. Und irgendwer – ich glaube, ich war es selbst – kam auf die glorreiche Idee, das Teil vor der Kamera aufzubauen. Also Rocket Beans gegen Todesstern. Live. Den. Ganzen. Tag. Lang. Mein Kollege Alwin und ich haben circa 14 Stunden gebraucht. Es war der pure Stress. Und am Ende ein wenig Stolz. Seitdem lagert der Koloss sicher in einem Schrank. Und ich freue mich richtig drauf, ihn mit meinem Sohn demnächst noch mal aufzubauen. In Ruhe. Über mehrere Tage. Mit der Gelassenheit eines Meisters, der sein Wissen an seinen Padawan weitergibt. Und sich vor Aufregung vermutlich nicht mehr einkriegt.

Und jetzt aber viel Spaß mit meinem Bericht zu LEGO MOVIE 2!

Daniel Schröckert

Filmdaten: THE LEGO MOVIE 2

THE LEGO MOVIE 2
Originaltitel: The Lego Movie 2: The Second Part
Genre: Animation, Abenteuer
Sprecher: Chris Pratt, Elizabeth Banks, Will Arnett, Tiffany Haddish
Deutsche Stimmen: Oliver Kalkofe, Manfred Lehmann, Jürgen Thormann
Regie: Mike Mitchell
Kinostart: 07.02.2019
Blu-ray-/DVD-Veröffentlichung: 11.07.2019

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The Lego Movie 2

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