WEEKEND TIPP | 06.04. | Drive

DRIVE / Thriller / ARD – Das Erste / 06.04. / 01:20 – 02:53

Ryan Gosling in Drive
Der „Driver“ – lakonischer Zeitgenosse, der gerne Vollgas gibt

Ein Held ohne Namen? Gibt’s nicht oft! „Driver“ (bitte deswegen DRIVE nicht mit Walter Hills Film „Driver“ verwechseln!) ist der beste Stuntfahrer, den Hollywood zu bieten hat. Wenn er nicht schnell fährt, schraubt er an Autos rum. Und er kann schweigen. Also verbindet er die eine Eigenschaft mit der anderen, und „arbeitet“ nachts als Fluchtwagenfahrer bei Diebstählen und Raubüberfällen. Ergo: Fahren wie der Teufel. Schweigen wie ein Grab. Und dann noch nicht mal einen Namen haben, den der Falsche aufschnappen könnte. Nur „Driver“. Sonst nichts. Perfekt. Eigentlich könnte es ewig so weiter gehen. Wenn da nicht immer noch die verfluchte Liebe wäre: Driver (Ryan Gosling) verliebt sich in die Nachbarin (Carey Mulligan). Und zack… sind die Probleme da.

Action-Thriller ohne Action

Ob „Driver“ (1978 mit Ryan O’Neal am Lenkrad und auf dem Gaspedal), „Baby Driver“ (2017 mit Ansel Elgort) oder „The Transporter“ in X-Varianten: Abhauen-und-verfolgt-werden ist einfach ein unerschöpfliches Thema. Wer bei DRIVE allerdings Action pur erwartet… wird nicht unbedingt enttäuscht. Aber braucht schon ein bisschen Geduld. Der Däne Winding Refn hat seine Version von „Fluchtwagen“-Fahren erstaunlich ruhig inszeniert. Aber er kann auch ordentlich aufs Gas steigen. FSK18 bleibt also kein leeres Versprechen. Der Mix aus Drama und Action zieht unweigerlich in den Bann. Und einen tollen Soundtrack gibt’s noch obendrauf.

Fun Fact zu DRIVE

Noch was zum Thema Fahren: Den 73’er Chevy Malibu, den Ryan Gosling im Film fährt, restaurierte er während der Vorbereitungen auf seine Rolle höchstpersönlich. Zeit genug hatte er ja. Denn viel Text zu lernen gab’s nicht: Im ganzen Film, während insgesamt 100 Minuten, kommt der Driver als Hauptfigur auf nicht mehr als 116 Textpassagen mit nicht mehr als 891 Wörtern.

Filmdaten

***DRIVE
Genre: Thriller
Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston
Regie: Nicolas Winding Refn
Kinostart: 26.01.2012

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