Black Films Matter | ELMARS HOLLYWOOD

Black films matter?

Haben die Schwarzen gerade keine anderen Probleme? Moment mal: „Schwarzen“? Doch. Ja. Schwarzen. Darf man sagen. Es heißt ja schließlich „Black Lives Matter“. Und nicht „Afro-american Lives Matter“. Also sprechen wir auch – vollkommen korrekt – von schwarzen Filmen. Gedreht von Schwarzen. Gespielt von Schwarzen.
Und ja – doch: Es gibt – nicht erst seit gestern – eine Reihe erheblicher Probleme in der amerikanischen Gesellschaft, die es dringend zu beheben gilt. Probleme, angesichts derer Filme und Kino vielleicht nicht als das Vordringlichste erscheinen mögen. Aber Filme sind auch Ausdruck einer Kultur. Eines Selbstverständnisses. Filme können Mut machen. Können Missstände, Defizite aufzeigen. Können Kritik üben. Können … ja: Protest sein. Abschreckend wirken. Als erhobener Zeigefinger gesehen werden. Oder – hier vielleicht passender – als emporgereckte schwarze Faust.

Es gibt eine Menge Filme und Serien, die sollte sich der weiße Mann im Weißen Haus mit seiner inzwischen hinreichend bekannten TV-Leidenschaft ruhig mal angucken. Falls er sie denn versteht. Beziehungsweise ihre jeweiligen Botschaften. Oder er guckt sich einfach mal diese Folge von ELMARS HOLLYWOOD an … da könnte ER auf jeden Fall allerhand lernen.

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Stephan Temp: Portätbild

Black Films Matter: Viele verdammt gute Stoffe – aber verdammt wenige Oscars

Jordan Peeles GET OUT. Steve McQueens 12 YEARS A SLAVE. Ava DuVernays SELMA. Oder ihre Serien: WHEN THEY SEE US und QUEEN SUGAR. Kathryn Bigelows DETROIT. Peter Farrellys GREEN BOOK – EINE BESONDERE FREUNDSCHAFT. Spike Lees endlose Reihe von so wichtigen Filmen: MALCOLM X. BLACKKKLANSMAN. DA 5 BLOODS. Um nur ganz wenige Beispiele seines Wirkens zu nennen. Und hier an dieser Stelle auch nur mal ein paar der jüngsten Filme mit schwarzen Themen, mit schwarzen Filmstars, von schwarzen Filmemachern. Beispiele gibt es noch sooo viele mehr. Auch ältere. IN DER HITZE DER NACHT etwa. Von 1967. Mit dem sagenhaften Sidney Poitier. Und zwei späteren Freunden von Elmar in den weiteren Rollen: Rod Steiger und Scott Wilson. Auf der Leinwand war das Thema eigentlich immer präsent. Bei den großen Filmpreisen dann aber leider selten. Höchst selten. #OscarSoWhite hieß es da mal. Ja. Kurze Aufregung. Und dann schnell: Schwamm drüber.

Genau das wollen wir nicht tun! Deswegen wird sich Elmar nicht nur heute mit Black Films Matter beschäftigen. Sondern auch in der nächsten Folge. Da wird er euch Rankings präsentieren: Die zehn „besten“ und zehn „schlimmsten“ Filme zum Thema Black Lives Matter.

Warum gibt es eigentlich nicht so etwas wie ein Motown für Filme?

Apropos Schwamm drüber: Hoffen wir mal, dass das dieses Mal nicht auch wieder passiert. Weder mit dem Thema Black Lives Matter. Noch mit dem Thema Black Films Matter. Ein paar Anfänge sind immerhin gemacht. Netflix hat unlängst fünf Millionen Dollar für von Schwarzen dominierte Projekte und Institutionen in den Bereichen Entertainment, Film und Fernsehen springen lassen und fördert zum Beispiel junge Unternehmungen wie die Ghetto Film School, Firelight Media oder Black Public Media. Und es hört sich bei Reed Hastings nicht so an, als wollte es dabei bewenden lassen.

Ein Weißer mit einem Herz für Schwarzes. Einer der neuen großen Player in Hollywood, die sich gerade daran machen, das Althergebrachte in der Filmwelt auf den Kopf zu stellen. Was die Frage aufwirft: Warum gibt es eigentlich noch kein von schwarzen Köpfen, Kreativen, Regisseuren, Schauspielern dominiertes Studio? Als Gegengewicht zum weißen Entertainment-Establishment? United Colours … in bester Tradition zu Charlie Chaplins aus dem Wunsch nach Unabhängigkeit gegründeten United Artists? Oder warum eigentlich kein Motown für Filme? Muss ja nicht in Hollywood sein.

 

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