Glückwunsch, Maria Schrader! Die neue Frauenpower im Film | ELMARS HOLLYWOOD

„Frauen kommen langsam – aber gewaltig“. Das ist nicht Christian Lindner rausgerutscht. Sondern hat eine Frau gesungen. Ina Deter. 1986. Falls sich daran noch jemand erinnert. By the way: „Neue Männer braucht das Land“ – hat Ina Deter auch gesungen. Und wenn es nach Elmar geht, sollte das vielleicht zur Hymne der Academy of Motion Picture Arts and Sciences werden. Denn nachdem sich Elmar schon in der letzten Woche ob der neuen Oscar-Regeln für die Kategorie Bester Film in Rage geredet hat, legt er heute gleich noch einmal nach. Zwar ruhiger – aber mit nicht weniger guten Argumenten. Hintergrund: Elmar war gerade erst wieder – in Zeiten wie diesen natürlich nur virtuell – beim Toronto International Film Festival. Als Jurymitglied für den Short Cuts-Wettbewerb. Auch das nicht zum ersten Mal. Von der filmischen Qualität einmal ganz abgesehen, ist unserem Hollywood-Experten da vor allem eines ins Auge gestochen: Die Frauen kommen! Und zwar nicht langsam. Sondern ganz schön schnell. Immer mehr. Immer häufiger. Und das gewaltig.

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Das Beste kam zum Schluss: Maria Schraders Emmy für UNORTHODOX

Hätte Elmar mit seinem Video noch ein paar Stündchen gewartet, hätte er nicht nur Maria Schraders neues Projekt ICH BIN DEIN MENSCH (Komödie, Romanze, Sci-Fi – englischer Titel: I AM YOUR MAN) mit Sandra Hüller und Maren Eggert, basierend der gleichnamigen Erzählung von Emma Braslavsky, erwähnen, sondern ihr gleich noch zum Emmy für die Regie der Netflix-Miniserie UNORTHODOX gratulieren können. Ein Emmy für eine regieführende Schauspielerin – und natürlich auch für eine Produzentin (Anna Winger) – für eine deutsche Produktion, die dann ganz nebenbei auch noch ein kleines Stück weit die Ehre von Netflix wiederherstellte, die bei diesen Emmys zwar ganz viele Nominierungen, aber am Ende nur ganz wenige Trophäen (neben Maria Schraders Regie-Emmy gab es noch einen Preis für Julia Garner für ihre Nebenrolle in OZARK) einheimsen konnten. Glückwunsch also noch mal an Maria Schrader, Anna Winger, Alexa Karolinski, Netflix und UNORTHODOX! Starke Serie! Was übrigens schon Sandra Rieß so gesehen hat.

So sehen Siegerinnen aus! Maria Schrader freut sich über ihren Regie-Emmy für UNORTHODOX

Eine hat Elmar vergessen: Marilyn Monroe. Die war nicht nur blond

Selbst bestimmen können, was man macht und nicht macht. Seine eigenen Ideen durchsetzen. Sich in den Männerdomänen Filmbusiness und Hollywood zumindest ansatzweise Gehör verschaffen. Das alles gibt es nicht erst seit Reese Witherspoon, Jodie Foster, Angelina Jolie, Nicole Kidman, Natalie Portman, Jennifer Aniston, Laura Dern, Katie Holmes, Scarlett Johansson und Co. – Elmar zählt ja eine ganze Reihe der neuen starken Frauen Hollywoods auf. Eine hat er aber vergessen: Marilyn Monroe. Die war nämlich nicht nur blond und sexy – und spielte diese Rolle meistens auch in ihren Filmen. Was aber sicher nur wenige wissen: 1954, acht Jahre vor ihren Tod, gründete MM ihre eigene Produktionsfirma: Marilyn Monroe Productions Inc., gemeinsam mit dem Fotografen Milton Greene. Vorausgegangen war ein Streit mit dem Studio Twentieth Century Fox, der Marilyn vor Augen führte, wie wichtig es war, sein eigener „Herr“ zu sein, um bei der Besetzung von Filmen und der Festlegung auf eine Rolle nicht mehr willenlos hin- und hergeschubst werden zu können.

 

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