WEEKEND TIPPS | 26.02.2017 | Gone Girl – das Perfekte Opfer, Unheimliche Begegnung der dritten Art

GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER / Thriller / PRO SIEBEN / 26.02. / 20:15 – 23:20

Wir wissen natürlich nicht, was Donald aus Washington seinem Tagebuch tagtäglich anvertraut. Allerdings bezweifeln wir, dass die Zahl der „Alternative Fakten“ da noch wesentlich höher liegt, als in den penibel geführten persönlichen Aufzeichnungen von Amy Dunne (Rosamund Pike). Die führt mit ihrem Mann, dem Journalisten Nick (Ben Affleck) eine Bilderbuch-Ehe. So scheint es jedenfalls. Auch wenn David Finchers Verfilmung ebenso reich an Finten und Wendungen ist wie Gillian Flynn’s Bestseller-Vorlage: Irgendwann wird auch dem Letzten klar, dass zwischen Nick und Amy wohl doch mehr Schein als Sein herrscht. Und dann ist Amy plötzlich weg. Verschwunden. Vom Erdboden verschluckt. Also… fast: Denn es finden sich Spuren. Immer mehr. Und dann auch noch Amys Tagebuch. Und Nick macht in dieser Situation auch nicht immer eine gute Figur. Was soll man da viel sagen? Spannende Bücher ergeben spannende Filme. Nicht immer. Aber in diesem Fall schon.

OSCAR Fact: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht? Das hat die Jury der Academy of Motion Picture Arts and Sciences wohl anders gesehen – und Amy alias Rosamund Pike 2015 für die Kategorie Beste Hauptdarstellerin nominiert (den Oscar bekam dann aber Julianne Moore für „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“). Das nächste Kino-Wiedersehen mit dem ehemaligen Bond-Girl (aus „Stirb an einem anderen Tag“) gibt’s übrigens am 30. März in „A United Kingdom“. In diesem Fall wagen wir allerdings schon mal eine Prognose: Eine Oscar–Nominierung geschweige denn einen Oscar wird’s zumindest für DEN Film nicht geben…

UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART / SciFi / 3sat / 26.02. / 23:15 –01:30

Regie: Steven Spielberg. Die Filmmusik komponiert von John Williams. Und dann auch noch was mit Außerirdischen. Mensch, das muss doch… Ja, hat es! Und wie. Fünf Jahre bevor er einen Extra-Terrestrischen auch noch das Fahrradfahren lehrte, gelang Steven Spielberg mit seiner „Unheimlichen Begegnung“ ein Must See der Science Fiction. Vielleicht ging ihm auch einfach nur ein Licht auf. Denn wann und wo immer es unheimlich wird und schließlich zu einer Begegnung kommt: Zuerst ist da immer dieses Leuchten – und das Verrücktspielen von Elektrik. In einer Kleinstadt soll deshalb ein Ingenieur (Richard Dreyfuss) den unerklärlichen Phänomenen auf den Grund gehen. Was er entdeckt, hat allerdings mit der Physik aus dem Schulunterricht wenig gemein. Zuerst wird er von einer gleißenden Himmelserscheinung überrascht. Dann ist plötzlich auch noch ein kleiner Junge verschwunden. Ingenieur Roy, Gillian, die Mutter des Kleinen und noch ein paar mehr unfreiwillige Zuschauer zählen 1 und 1 zusammen und kommen zum dem Ergebnis: Hinter all dem können nur UFO’s stecken. Dumm nur, dass sie mit ihrer Rechnung ziemlich allein dastehen…

One more thing: 3sat zeigt die „Unheimlichen Begegnungen der Dritten Art“ heute als Director’s Cut, für den Regisseur Spielberg 1998 noch einmal Hand an seinen Kult-Klassiker legte.

OSCAR Fact: Nominiert waren Spielbergs Außerirdische bei den Oscars 1978 in acht Kategorien… Beste Regie, Bester Schnitt, Beste Visuelle Effekte, Bester Ton, Beste Nebendarstellerin (Melinda Dillon) , Bestes Szenenbild, Beste Originalmusik (John Williams) und Beste Kamera. Aber nur für die Beste Kamera (Vilmos Zsigmond) gab es dann auch tatsächlich einen Oscar; dazu noch einen Sonder-Oscar für den Besten Tonschnitt (Frank E. Warner). Kurios: John Williams bekam auch einen Oscar… aber den für seine Filmmusik zu „Star Wars“. So wie Lucas’ „Krieg der Sterne“ überhaupt der große Gewinner war. Nach Nichtirdischem stand der Academy-Jury also durchaus der Sinn…

ALLE FILMDATEN

***GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER
Genre: Crime, Drama, Mystery
Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris
Regie: David Fincher
Kinostart: 02. Oktober 2014

***UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART
Genre: Drama, Sci-Fi
Darsteller: Richard Dreyfuss, Francois Truffaut. Teri Garr
Regie: Steven Spielberg
Kinostart: 06. März 1978

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