Cop Land: Kritik | WEEKEND-TIPP

COP LAND / Polizei-Thriller / ZDFneo / 25.05. / 21:40 – 23:15

Freddy Heflin (Sylvester Stallone) ist Sheriff in Garrison, draußen vor den Toren der großen, lauten, rauen Metropole New York. Dass er in der eher ruhigen Kleinstadt über Recht und Ordnung wachen muss, hängt damit zusammen, dass er auf einem Ohr nichts hört und ihn die NYPD deshalb für nicht tauglich hält. Das Besondere an Heflins Hoheitsgebiet: In Garrison leben hauptsächlich New Yorker Polizisten. Da geschieht in dieser Kleinstadt ein Mord, in den mehrere Polizisten (Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg und noch einige andere) verwickelt sind. Die versuchen, den Mord zwar zu vertuschen und die genauen Umstände unter den Teppich zu kehren, aber Moe Tilden (Robert De Niro), NYPD-Cop aus der Abteilung für interne Ermittlungen, lässt sich nicht so schnell abschütteln. Für Beweise braucht er allerdings die Unterstützung von Freddy Heflin … und stürzt den damit in einen heftigen Gewissenskonflikt.

Stallone spielt den Kleinstadt-Sheriff mit deutlich sichtbarer Wampe und eingeschlafenem Gemüt. Daniel Schröckert: „Und er spielt ihn richtig, richtig gut. Obwohl ihm diese Rolle kein Mensch zugetraut hat. Und schon mal gar nicht James Mangold. COP LAND gehörte zu seinen ersten Filmen. Ich habe mal gelesen, wie es dazu kam, dass Stallone für diesen Film als Hauptdarsteller genommen wurde. Mangold hatte eigentlich ganz andere Namen im Blick, aber die wollten alle nicht, weil sie wohl vom Skript nicht so überzeugt waren. Dann hieß es: ‚Hey, was ist mit Stallone? Der hat das Skript gelesen – und findet es geil.’”
Was Mangold (WALK THE LINE) zunächst aber gar nicht schmeckte. Der hatte keinerlei Lust auf einen Star mit riesiger Entourage, jeder Menge Extrawünschen und Allüren; auf einen Star, für den beim Dreh laufend Szenen umgeschrieben werden müssten. Schließlich kam es doch zum Treffen zwischen Regisseur und Star (der von den Vorbehalten gehört hatte). Das Ergebnis: ein überzeugender Hauptdarsteller. Ein echt schöner Krimi. Ein richtig guter Thriller. Und vor allem auch ein toller Ensemble-Film.

Rechts im blauen Hemd: Regisseur James Mangold (KNIGHT AND DAY, LOGAN – THE WOLVERINE) am Set von COP LAND

Fun Fact zu COP LAND

Regisseur Mangold wollte für die Rolle des Freddy Heflin einen Durchschnitts-Cop mit einer Durchschnittsfigur. Also nahm Sylvester Stallone für den Dreh 15 Kilo zu … und anschließend wieder ab. Etwas vorschnell, wie sich dann herausstellte. Als noch ein Nachdreh anstand, hatte Sly schon wieder seinen alten Körper und sein normales, aber für Mangold zu „heldenhaftes“ Gesicht.

Übrigens: Viele der COP LAND-Darsteller wie Annabella Sciorra (Freddys alte Liebe Liz), Arthur Nascarella, Edie Falco, Frank Vincent (PDA-Präsident Vincent Lassaro), Robert Patrick, Frank Pellegrino (in COP LAND der Bürgermeister), John Ventimiglia oder Tony Sirico waren später in der ebenfalls in New Jersey angesiedelten Serie DIE SOPRANOS über die titelgebende, ehrenwerte Familie mit von der Partie.

2013 gab es zeitweise Gerüchte über COP LAND als TV-Serie; ebenfalls von James Mangold inszeniert und von Miramax für Starz produziert. Seitdem ist von den Plänen aber nichts mehr zu hören. War man (in Sachen Serien-Streaming-Boom) zu früh dran – oder ist man nun zu spät? Zumindest Miramax gehört ja mittlerweile auch mehr oder weniger der Vergangenheit an.

Filmdaten: COP LAND

COP LAND
Originaltitel: Cop Land
Genre: Krimi, Drama, Thriller
Darsteller: Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Peter Berg, Frank Vincent, Ray Liotta
Regie: James Mangold
Kinostart: 29.01.1998

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Cop Land

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